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French Open: Alexander Zverev wieder mit Fünfsatz-Krimi

01.06.2019|14:15 Uhr|von Adrian Rehling
French Open: Alexander Zverev wieder mit Fünfsatz-Krimi

Lockere, unspektakuläre Siege sind derzeit scheinbar nicht so seine Sache. Erneut muss "Sascha" nach einem wilden Ritt über die volle Distanz gehen. 

Der Anfang war aus Zverevs Sicht mit "unglücklich" noch sehr milde umschrieben. Erster Aufschlag, erster Doppelfehler. Erstes Aufschlagspiel, erstes Break kassiert. Zwar schaffte der DTB-Profi direkt im Anschluss das Rebreak, musste aber auch sein zweites Aufschlagspiel abgeben. Es wollte beim eigenen Service noch überhaupt nicht klappen. Bester Beweis: Bis zum 2:3 servierte "Sascha" gleich vier Doppelfehler. Und hatte bereits 13 Unforced Errors in der Statistik stehen.

Dann wurde es allerdings schlagartig besser. Nicht etwa, weil der Deutsche urplötzlich drei Klassen besser spielte, sondern einfach solider. Mit weniger Fehlern. Das reichte schon, um Dusan Lajovic zu verunsichern. Zverev machte aus dem 2:4-Rückstand ein 4:4, kurz darauf verwandelte er direkt mit dem ersten Satzball zu 6:4. Eurosport-Kommentator Matthias Stach analysierte: "Ein Satz, den Lajovic niemals hätte verlieren dürfen. Jetzt schaut er völlig ratlos daher." Experte Boris Becker sagte: "Sascha zeigt Kämpferherz. Das hat er richtig gut gemacht."

Becker fordert, Zverev liefert

Der 22-Jährige nutzte den Rückenwind auch zu Beginn des zweiten Durchgangs. Erst zu Null aufgeschlagen, dann ein 0:40 beim Aufschlag des Serben erspielt. Zverev holte in diesen Minuten 10:0-Punkte in Serie. Zum Break reichte es zwar (noch) nicht, das holte er sich aber kurz darauf zum 3:1. Und noch ein weiteres zum 6:2 und damit zur 2:0-Satzführung.

Doch wie schon in der ersten Runde gegen John Millmann folgte auch dieses Mal wieder ein unerklärlicher Einbruch. Satz drei holte sich Lajovic mit nur einem Break zum 6:4, Durchgang vier war mit dem 6:1 eine ganz klare Nummer. Becker forderte: "Jetzt oder Nie!" Und Zverev setzte die Forderung der Legende um. Direkt das Break zum 1:0, ein Aufschlagspiel zu 15 zum 2:0 hinterher. Die Freude hielt allerdings nur kurz, Lajovic schlug umgehend zum 2:2-Ausgleich zurück.

Am Ende eines - wieder einmal - unnötig spannenden Duells stand letztlich ein 6:4, 6:2, 4:6, 1:6, 6:2 für den Deutschen auf der Anzeigetafel. Gegner im Achtelfinale ist Fabio Fognini. Der Italiener bejubelte nahezu zeitgleich einen Viersatz-Sieg gegen Roberto Bautista Agut. 

Zverev zeigte sich jedenfalls erst einmal erleichtert: "Es ist fast so wie letztes Jahr. Dusan ist ein unglaublicher Spieler. Es war ein sehr schweres Match und ich bin einfach froh, dass ich weiter bin."

(Bild © imago images)

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Adrian Rehling
am 01.06.2019 gepostet von:
Adrian Rehling
Online-Chef / Redakteur
Adrian liebt seinen Job. Social-Media-Spürnase, bringt das nötige Quäntchen Boulevard ins Team. Gute Laune in Person.

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