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French Open: Alexander Zverev freut sich auf das Match gegen Fabio Fognini

03.06.2019|11:15 Uhr|von Henrike Maas
French Open: Alexander Zverev freut sich auf das Match gegen Fabio Fognini

Auf dem Papier sollte das morgige Match von Alexander Zverev gegen Fabio Fognini eine eindeutige Sprache sprechen. Zverev ist die Nummer 5 der Welt, Fognini die 12. Der Deutsche führt gegen den Italiener im direkten Vergleich mit 2:1 und hat auch das Spiel, um sich in diesem Vergleich durchzusetzen. Doch Papier ist eben auch geduldig und bildet nicht immer das ab, was gerade auch in der Realität passiert.

Zverev muss aggressiv sein

Denn dort wiederum kann man für das morgige Match dann auch anderes Bild zeichnen. Eines in dem Fabio Fognini vielleicht sogar als leichter Favorit in das Match geht. Warum? Der Italiener ist in dieser Saison bisher sehr gut drauf. Fognini hat das Masters von Monte Carlo gewonnen und auf diesem Wege auch Alexander Zverev und Rafael Nadal geschlagen. Im Gegensatz dazu haderte der Deutsche bis zuletzt mit seinem Spiel. Das Jahr verlief bis jetzt eher holprig für Zverev und auch nach seinem Turniersieg in Genf ist Deutschlands Nummer 1 noch nicht wieder ganz stabil unterwegs. 

Bester Beweis: die beiden Fünf-Satz-Krimis, durch die sich der 22-Jährige in Runde 1 und 3 ackerte. Beide Male hatte er schon mit 2:0-Sätzen geführt, nur um dann doch den Faden zu verlieren und nur über die Extrarunde weiterzukommen. Ein fast schon typisches Problem für "Sascha", der sich traditionell bei Grand Slams mehr als schwer tut und diverse Extrarunden einstreut. Und genau das eröffnet einem wie Fabio Fognini eben Chancen, der an einem guten Tag aus jeder Schwäche Kapital schlagen kann. Wenn Alexander Zverev dieses Match also überstehen will, muss er vor allem kontinuierlich aggressiv spielen, so wie er es in seinem Match gegen Mikael Ymer gezeigt hatte. Da war der Deutsche permanent am Drücker gewesen, hatte dennoch auch Variabilität und Touch bewiesen. 

Weniger Aufmerksamkeit tut gut

Etwas, dass sich gegen Fognini mehr als anbietet. Denn der 32-Jährige kann, wenn er eine gute Phase erwischt, mit so einem Match auch schon mal davonlaufen. All das weiß Zverev natürlich selber. "Es wird ein schweres Match. Wenn er [Fognini] gut drauf ist, ist er sehr schwer zu schlagen, vor allem auf seinem Lieblingsbelag. Aber ich bin bereit. Ich habe das Gefühl, dass ich viel besser spiele als in den letzten Monaten", sagte er als Vorschau auf das Achtelfinale. Eine sehr aufgeräumte und positive Einstellung, die der 22-Jährige schon die ganze Woche in Paris an den Tag legt. Der Deutsche fühlt sich sichtlich wohl, auch weil er diesmal weniger im Medienfokus steht als die Jahre zuvor.

Eine weitere potentielle Fünf-Satz-Schlacht jedenfalls macht ihn nicht nervös. Er wisse, dass er das Zeug habe, diese zu überstehen. Was sich wiederum sogar mit Zahlen belegen lässt. Fünf Mal musste Alexander Zverev bisher bei den French Open über die volle Distanz gehen. Jedes Mal ging er bisher als Sieger vom Platz.

Die Einstellung passt schon mal gegen Fabio Fognini und wie bereits erwähnt, die spielerische Anlage generell auch. Da kann auch die Erkenntnis helfen, dass Fognini ebenfalls nicht durch seine ersten drei Runden gefolgen ist. Der Italiener musste bisher jedes Mal über vier Sätze gehen. Es ist also auf jeden Fall alles drin für Alexander Zverev, sich wieder ins Viertelfinale der French Open zu spielen. Der Deutsche jedenfalls, freut sich aufs Match.

(Bild © imago images)

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Henrike Maas
am 03.06.2019 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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