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French Open: Liebeserklärung von Stefanos Tsitsipas an Stan Wawrinka

03.06.2019|12:30 Uhr|von Adrian Rehling
French Open: Liebeserklärung von Stefanos Tsitsipas an Stan Wawrinka

Der eine 20 Jahre jung, noch seine gesamte - und wahrscheinlich - große Karriere vor sich. Der andere 34 Jahre alt, immer mal wieder von Verletzungen geplagt, dennoch einer der Größten der vergangenen Jahre. Stefanos Tsitsipas und Stan Wawrinka begeisterten die Tennisfans in ihrem Achtelfinale bei den French Open.

Erst nach über fünf Stunden - genau genommen 5:09 Stunden Spielzeit - durfte der Schweizer nach einem 7:6, 5:7, 6:4, 3:6, 8:6 jubeln. Im bisher längsten und spektakulärsten Match des Turniers lieferten die beiden Sympathieträger unfassbar ab.

Besondere Größe in der Niederlage gezeigt

Nach dem Spektakel wurde es beinahe noch besser. Denn Stefanos Tsitsipas hinterließ - trotz der bitteren Niederlage - via Instagram eine besondere Liebeserklärung an seinen Bezwinger. Das herausragende Statement des Griechen im Wortlaut.

"Heute habe ich etwas gefühlt, das ich nicht wirklich erklären kann. Heute war das erste Mal in meinem Leben, in meinen zwanzig Jahren, dass ich diese spezielle "Aura" gefühlt habe, die wahre Definition des Wortes "Wettkampf." Kein normaler Wettkampf, es fühlte sich anders an als zu jeder anderen Zeit, bei jeder anderen Schlacht, zu jedem anderen Zeitpunkt auf dem Tennisplatz. Es gibt etwas an heute, das ich nicht erklären kann. Es ist ein Gefühl, das mich den Sport schätzen lässt, den ich als meinen Beruf ausübe. Der bittere Geschmack dieser Niederlage ist etwas Unerklärliches. Stan Wawrinka macht unseren Sport real und pragmatisch. Es ist etwas, das auf der Welt, auf der wir uns befinden, selten zu finden ist. Es ist etwas Einzigartiges. Es steckt viel Charme und Charisma dahinter. Wir fighteten, wir gingen beide über unsere Grenzen hinaus, wir erlebten beide Glück und unser Schicksal war erst nach fünf Stunden körperlichen und geistigen Leidens auf diesem Court besiegelt. Ich weiß wirklich nicht, ob das, was ich gerade fühle, positiv oder negativ ist. Es gibt keinen bipolaren  Effekt. Heute habe ich aber auf  jeden Fall etwas gelernt, das keine Schule, kein Klassenzimmer, kein Lehrer unterrichten kann: Es heißt: Das Leben leben!"

(Bild © imago images)

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Adrian Rehling
am 03.06.2019 gepostet von:
Adrian Rehling
Online-Chef / Redakteur
Adrian liebt seinen Job. Social-Media-Spürnase, bringt das nötige Quäntchen Boulevard ins Team. Gute Laune in Person.

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