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Dominic Thiem: "Serena Williams eine schlechte Persönlichkeit!"

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03.06.2019|13:45 Uhr|von Christian Schwell
Dominic Thiem: "Serena Williams eine schlechte Persönlichkeit!"

Auch am Tag danach war der Ärger noch nicht ganz verraucht. Nach dem „Pressekonferenz-Eklat“ zwischen Dominic Thiem und Serena Williams bei den French Open, zeigte sich der Österreicher am Sonntag im Eurosport-Interview mit Matthias Stach zwar gut gelaunt, in der Sache aber unnachgiebig. Ihm ging es ganz klar „ums Prinzip“.

Williams will nur noch weg

Was war passiert? Nach ihrer überraschenden und überraschend klaren Niederlage gegen Sofia Kenin hatte die 23-fache Grand-Slam-Siegerin offensichtlich nur noch den Wunsch, ihren Presseverpflichtungen möglichst schnell nachkommen zu können. Beide Interview-Räume waren zu diesem Zeitpunkt aber besetzt, im größeren absolvierte gerade der über Pablo Cuevas siegreiche Dominic Thiem den deutschsprachigen Teil seiner Pressekonferenz. Mehreren Medienberichten nach bat die Tennis-Diva Willams zwar nicht explizit darum, Thiems Auftritt vorzeitig zu beenden, drängte aber andererseits die Veranstalter dazu, sie möglichst schnell vor die Medienvertreter zu lassen, da sie sonst nicht mehr zu einem ausführlichen Frage-und-Antwort-Spiel bereit wäre.

Die Veranstalter beenden Thiems Pressekonferenz abrupt

Die Veranstalter gaben dem Druck nach, beendeten den Auftritt Thiems abrupt und baten die Nummer vier der Welt, sich nun in den mittlerweile frei gewordenen kleineren zweiten Presse-Raum zu begeben. Der Österreicher ließ das alles zunächst perplex über sich ergehen, machte dann aber seinem Ärger Luft. „Das ist ein Witz“ und „Ich bin kein Junioren-Spieler mehr“ waren seine Aussagen, bevor er seinerseits verstimmt den Medienbereich vorzeitig verließ

Im Gespräch mit Stach am Sonntag stellte er dann aber klar, dass es ihm nicht um seinen eigenen Status gegangen sei. „Es geht ums Prinzip. Da habe auch ich einen Fehler gemacht – auch wenn ein Junior drin sitzt, hat jeder andere Spieler zu warten.“ Ohne Williams namentlich zu nennen machte Thiem ganz deutlich, was er von einem Verstoß gegen dieses Prinzip der Höflichkeit und des Respekts hält. „Für mich ist es einfach eine schlechte Persönlichkeit, wenn man das macht.“

Thiem zieht den Vergleich zu Nadal und Federer

Auch weiterhin erwähnte Thiem die Amerikanerin nicht explizit, zog aber den deutlichen Vergleich zu den anderen „Übergrößen“ des Tennisssports: “Ich bin mir 100% sicher, dass ein Federer oder ein Nadal so etwas nie machen würde.“ Einen positiven Aspekt konnte der Betroffene der Sache im Nachhinein dann aber sogar noch abgewinnen. Immerhin hätte ihm, dem Fußball-Fan Thiem, das frühe Ende seiner Pressarbeit ermöglicht, das Champions-League-Finale von Anfang an vor dem Fernseher zu verfolgen, gab der Vorjahresfinalist süffisant zu Protokoll.

Zuspruch durch den Maestro

Zuspruch von Federer für Thiem Vom von Thiem neben Nadal zum Charakter-Vergleich herangezogenen Roger Federer gab es dann auch Zuspruch und Unterstützung für den Kollegen. Angesprochen auf den Vorfall, sagte der Schweizer: „Ich verstehe, dass Dominic frustriert ist.“ Zudem erklärte der French-Open-Rückkehrer, dass es allgemein üblich sei, siegreichen und damit im Turnier verbleibenden Spielern den Vortritt zu lassen und sich als Verlierer oder Verliererin mit ein wenig Wartezeit vor dem Pressegespräch abzufinden.

Der Turnierdirektor Guy Forget, selbst ein ehemaliger Profi, hat sich mittlerweile beim Thiem für die organisatorischen Pannen entschuldigt. Ein Statement von Serena Williams, so es denn überhaupt kommt, steht zurzeit noch aus.

(Bild © imago images)

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Christian Schwell
am 03.06.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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