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French Open: Federer oder Wawrinka - wer gewinnt die Schweizer Meisterschaften in Paris?

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04.06.2019|12:15 Uhr|von Christian Schwell
French Open: Federer oder Wawrinka - wer gewinnt die Schweizer Meisterschaften in Paris?

Heute ab 14.00 Uhr wird die Schweiz und auch die ganze Tenniswelt gebannt auf das Geschehen auf dem Court Philippe-Chatrier von Roland-Garros schauen. Zum 26. Mal steht das innerschweizer Duell zwischen Roger Federer (ATP 3) und Stan Wawrinka (ATP 28) an. Und es ist eins der bedeutsameren und besonderen Duelle der beiden.

Nochmal ein Duell auf der großen Sandplatz-Bühne

Denn dass Roger und Stan nochmal auf der ganz großen „Sand-Bühne“ gegeneinander spielen würden, war lange alles andere als klar. Federer mied das Sandplatz-Event in Paris und die gesamte Sandplatzsaison über Jahre hinweg und entschied sich durchaus überraschend erst 2019 zu einem erneuten Start. Bei dem keiner - wahrscheinlich auch nicht Federer selber - genau wusste, wo er vom Leistungsniveau her auf seinem vermeintlich schwächsten Belag genau steht.

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Wawrinka dagegen wurde durch eine Knie-Verletzung mit anschließender OP aus der Bahn und in der Weltrangliste zurück geworfen. Weit entfernt von der Form, die ihn 2015 in Paris bis zum Titel getragen hatte und auch in den folgenden Jahren immer in die zweite Turnierwoche brachte, hatte er im letzten Jahr eine bittere Erstrundenniederlage hinnehmen müssen. Sportliche Zukunft? Damals relativ ungewiss.

Die Statistik spricht klar für Federer

Nun also treffen beide im Viertelfinale aufeinander und die Frage stellt sich, wessen Chancen aufs Halbfinale denn nun besser sind. Die Statistik spricht klar für den Mann mit den 20 Grand-Slam-Titeln. Federer konnte ganze 22 der bisher 25 Duelle für sich entscheiden. Lange war der Ausgang der Matches der beiden einfach Ausdruck des aktuellen Leistungsvermögens. Aber auch später, als Wawrinka im Ranking längst zu Federer Richtung Spitze der Weltrangliste aufgeschlossen hatte, gelang es dem heute 37-Jährigen meist, in den Kopf von „Stan the Man“ hinein zu kommen. Wawrinka spielte bisher nur höchst selten durchgängig sein bestes Tennis, wenn auf der anderen Seite des Netzes sein noch berühmterer Landsmann stand.

Stan hat das Tsitsipas-Match in den Knochen 

Zusätzlich könnte dem dreimaligen Grand-Slam-Sieger Wawrinka heute auch die Physis zu schaffen machen. Er hat mit dem über fünf Stunden andauernden Tsitsipas-Match das längste Einzel seiner Karriere in den Knochen. Das wird trotz aller Versuche, optimal zu regenerieren, beim so auf seine Athletik angewiesenen Paris-Champion von 2015 seine Spuren hinterlassen haben.

Federer auf der anderen Seite hat sich locker und leicht in dieses Viertelfinale gespielt. Nicht ein einziger Satzverlust und entsprechen kurze Matches stehen bei ihm zu Buche. Genau dieser „Spaziergang“ in die zweite Woche könnte andererseits auch zum Problem werden. Ohne seine bisherigen Gegner klein reden zu wollen: Federer weiß immer noch nicht wirklich genau, wo er auf Sand bei einem harten Grand-Slam-Match steht. Außer gegen Casper Ruud in Satz drei musste er keine auch nur annähernd kritische Situation überstehen, keinen Rückschlag verkraften.

Hilft Wawrinka die Erinnerung an 2015?

Wawrinka dagegen hat in den engen Matches gegen Dimitrov und Tsitsipas das Selbstvertrauen tanken können, auch große Herausforderungen auf der Asche von Paris erfolgreich meistern zu können. Und wenn er in der Vergangenheit Federer meistern und schlagen konnte, war es auch in allen drei Fällen  - und das weiß auch Federer - auf Sand.  Einmal übrigens auch schon in Paris. Das war 2015. Im Viertelfinale. Und der Sieger des Turniers hieß am Ende Stan Wawrinka.

(Bilder © imago images)

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Christian Schwell
am 04.06.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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