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French Open: Vondrousova spielt sich nervenstark ins Finale gegen Barty

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07.06.2019|12:55 Uhr|von Christian Schwell
French Open: Vondrousova spielt sich nervenstark ins Finale gegen Barty

Die erst 19 Jahre alte Tschechin Marketa Vondrousova (WTA 38) hat sich in das erste Grand-Slam-Finale ihrer noch jungen Karriere gespielt. Im French-Open-Halbfinale gegen die Britin Johanna Konta (WTA 26) drehte sie Rückstände in beiden Sätzen zu ihren Gunsten und gewann mit 7:5, 7:6.

Viel Kritik an der Ansetzung

Das Spiel fand vor einer für ein Grand-Slam-Halbfinale ungewöhnlich kleinen Kulisse statt, denn die Organisatoren in Paris hatten sich dazu entschieden, das Match auf dem nur drittgrößten Platz der Anlage, dem neuen Court Simonne-Mathieu, anzusetzen. Dieser war bei regnerischen Bedingungen zudem nur spärlich besetzt. Die Entscheidung, keines der Halbfinalspiele der Damen auf dem größten Platz der Anlage auszutragen und die Begegnungen sehr früh am Tag zeitgleich auszutragen hatte für viel Kritik gesorgt.

Konta flattern am Satzende die Nerven

Im ersten Satz sah es lange so aus, als könnte die größere Grand-Slam-Erfahrung der Britin, die bereits bei den Australian Open und in Wimbledon Halbfinalspiele bestritten hatte, den Aussschlag geben. Konta führte früh mit einem Break, ließ sich auch vom zwischenzeitlichen Ausgleich nicht beirren und sah mit einer 5:3-Führung im Rücken wie die verdiente Gewinnerin des ersten Satzes aus. Bei 5:4 begann dann aber doch das große Nervenflattern bei Konta. Zwei Satzbälle vergab sie übernervös, einen dritten wehrte Vondrousova stark ab und holte sich anschließend das 5:5. Das Negativ-Erlebnis für die 28-Jährige veränderte die Statik des Spiels. Plötzlich gelang es der jungen Tschechin, ihr starkes und variantenreiches Spiel aufzuziehen, das sie ohne Satzverlust in dieses Halbfinale getragen hatte. Die Linkshänderin machte insgesamt vier Spiele in Folge und holte sich den Durchgang mit 7:5.

Ein Déjà-vu-Erlebnis der unangenehmen Art für die Britin

Johanna Konta gelang es aber zu Beginn des zweiten Satzes erstaunlich gut, das Geschehene abzuhaken und sich neu zu sammeln. Schon im dritten Spiel gelang ihr erneut ein Break, wie im ersten Satz stellte sie danach auf 5:3. Um dann bei 5:4 – diesmal sogar mit dem eigenen Service als zusätzlichen Vorteil - wieder in die Nerven-Falle zu tappen. Ausgerechnet ein Doppelfehler Kontas bescherte Vondrousova wie in Satz eins den Ausgleich zum 5:5.

Spätestens jetzt schien der Satzverlauf für die Frau mit den meisten Siegen auf Sand 2019 ein Déjà-vu-Erlebnis der äußerst unangenehmen Art zu werden. Konta rettete sich im Gegensatz zu Durchgang eins aber in den Tiebreak. Der sollte sich dann aber gegen Vondrousova, die diese knappste aller Satzentscheidungen in diesem Jahr tatsächlich bisher immer gewonnen hatte, als „Mission Impossible“ erweisen.

Konta versuchte zwar, ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen, agierte teilweise aber auch glücklos. Vondrousova holte sich den Sieg und das 7-2 mit ihrem Markenzeichen, dem Rückhand-Stopp, und feierte mit dem Finaleinzug den größten Erfolg ihrer bisherigen Karriere. Dort trifft sie nun auf Ashleigh Barty aus Australien, die zeitgleich die erst 17-jährige Amanda Anisimova (USA) in drei Sätzen besiegte.

(Bild © imago images)

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Christian Schwell
am 07.06.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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