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French Open: Nadal gewinnt das Pariser "Wind-Spiel" gegen Federer

07.06.2019|15:30 Uhr|von Christian Schwell
French Open: Nadal gewinnt das Pariser "Wind-Spiel" gegen Federer

Rafael Nadal (ATP 2) hat das mit Spannung erwartete 39. Duell gegen seinen ewigen Rivalen Roger Federer (ATP 3) für sich entscheiden können und ist in seinem zwölften Paris-Halbfinale zum zwölften Mal ins Finale vorgedrungen. Bei durch extremen Wind äußerst schwierigen Bedingungen leisteten sich die beiden trotzdem ein über weite Strecken hochklassiges und packendes Duell, bei dem am Ende aber der Spanier wie bisher immer in Paris auch im sechsten Vergleich die Oberhand über seinen Gegner aus der Schweiz behielt. Nadal siegte in drei Sätzen mit 6:3, 6:4, 6:2.


Widrige Windbedingungen in Paris

Es wird auch im Weltklassebereich nicht allzu viele Profis geben, die in Anbetracht der heutigen Wetterbedingungen in der Lage gewesen wären, den Zuschauern ein mehr als nur ansehnliches Match zu liefern. Federer und Nadal gelang das, obwohl heftigste Windböen das Spiel teilweise stark beeinflussten. Zeitweise fegten regelrechte Sandstürme über den Court Philippe-Chatrier hinweg – widrige bis unwürdige Umstände eigentlich für ein Grand-Slam-Halbfinale, das zudem die 39. Auflage des meist gehypten Duells der Tennisgeschichte war.

Nadal und Federer machten das Beste aus den Verhältnissen. Und suchten ihr Heil in den jeweiligen individuellen Stärken, die sie schon seit jeher gegeneinander in die Waagschale geworfen haben. Nadal arbeitete sich mit viel Topspin an der Rückhand des Schweizers ab, der versuchte mit Druck und Variation dieser Falle zu entkommen.

Federer hält zunächst gut mit

Das gelang ihm zwei Sätze lang, von denen jeder jeweils fast eine Stunde lang ausgespielt wurde, auch überraschend gut. Wie so oft nutzte Federer aber zu wenige seiner vielen toll herausgespielten Chancen dann auch konsequent. Und dann war da ja auch noch auf der anderen Seite des Netzes ein der beste Sandplatzspieler aller Zeiten, der auch gute Angriffe Federers mit teilweise unglaublichen Defensivschlägen konterte.

Erst nach zwei knappen Satzverlusten erlahmt der Widerstand des Schweizers

Erst als auch der zweite Satz trotz aller Bemühungen des zwanzigfachen Grand-Slam-Champions und einer frühen Breakführung noch knapp verloren gegangen war, konnte man so etwas wie Resignation bei Federer spüren. Ab jetzt dominierte Nadal die Partie, kam zu zwei schnellen Breaks und zeigte dem Rivalen nun klarer die Sandplatz-Grenzen auf.

Nadal baut seine Führung im Karriere-Duell mit Federer damit auf 24:15 aus. Und wartet nun auf Dominic Thiem oder Novak Djokovic als Gegner im Finale. Auch im Endspiel von Roland-Garros ist seine Bilanz – genau wie jetzt weiterhin im Halbfinale – bisher makellos.

(Bild © imago images / PanoramiC)

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Christian Schwell
am 07.06.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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