Jetzt die App myTennis runterladen!

Auch unterwegs immer informiert bleiben & die Welt des Tennis entdecken.

Billboard : 4475835
Pro

König Nadal: So huldigt die Presse der "Mensch gewordenen Ballmaschine"

Leaderboard : 4475810
Top : 4475800
10.06.2019|10:30 Uhr|von Dennis Ebbecke
König Nadal: So huldigt die Presse der "Mensch gewordenen Ballmaschine"

2005, 2006, 2007, 2008, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2017, 2018 und 2019: Rafael Nadal hat am Sonntag seinen unfassbaren French-Open-Rekord ausgebaut und das Dutzend Titel in Roland Garros perfekt gemacht. Zum zweiten Mal in Folge besiegte der Spanier Dominic Thiem im Finale von Paris - diesmal nicht in drei, sondern in vier Sätzen mit 6:3, 5:7, 6:1, 6:1.

Thiem war der Erste, der den Erfolg seines Kontrahenten nach dem Match im Rahmen der Siegerehrung einordnete: "Einen wie ihn wird es nie mehr geben. Nie wieder wird jemand zwölfmal das gleiche Grand-Slam-Turnier gewinnen."

Spanien feiert seinen Nationalhelden Nadal

Damit war eigentlich alles gesagt und dennoch ist es natürlich die Aufgabe der Medienvertreter unabhängig von den emotionalen Reden der Spieler treffende Worte nachzulegen. Die internationalen Pressestimmen zum zwölften Titel des Sandplatzkönigs bei den French Open untermauern, wie groß diese Leistung des 33-Jährigen eigentlich ist.

Auch wenn man es in seiner spanischen Heimat gewohnt ist, dass "Rafa" den Pokal aus Frankreich mitbringt, könnte die Euphorie von Mallorca bis nach Madrid kaum größer sein. Für die As ist Nadal ein "Außerirdischer", dem es gelungen sei, "Thiem in vier Sätzen zu besiegen und die Wachablösung zu vertagen". Auch die Sportzeitung Marca verbeugt sich vor ihrem Tennis-Superstar: "Nadal beendet die Thiem-Rebellion und holt den zwölften Titel."

Lang siege der König

Der 18-malige Grand-Slam-Champion, dem nur noch zwei Titel fehlen, um mit Roger Federer gleichzuziehen, wird weit über die Grenzen seines Heimatlandes von der Presse gefeiert. Während die italienische Gazzetta dello Sport trotz anerkennender Worte für den Finalisten eingestehen musste, dass sich Thiem "in vier Sätzen ergeben musste", lässt die britische The Sun keinen Zweifel daran, dass auf dieser Welt nicht nur die Queen das Zepter in der Hand hält und erhebt sich für Nadal, "den König auf Sand".

In Österreich hätten die Tennis-Fans Thiem natürlich den Sieg gegönnt. Nicht etwa aus Antipathie gegenüber dem verdienten Champion Nadal (im Gegenteil), sondern weil "Domi" mit seiner sympathischen Ausstrahlung und seinen zuletzt beeindruckenden Leistungen auf Sand auf einem guten Weg ist, ein Nationalheld zu werden.

Die österreichische Kronen Zeitung brachte das auf den Punkt, was viele Landsleute Thiems denken: "Schade! König Nadal für Thiem einfach zu stark. Wir sind trotzdem stolz auf dich, Dominic Thiem!" Letztendlich ist - und das müssen sich alle eingestehen, die sich mit diesem Sport beschäftigen - Rafael Nadal eine "Mensch gewordene Ballmaschine", wie es die Süddeutsche Zeitung ausdrückt.

Kein Nadal-Match vor Wimbledon

In Wimbledon wird Nadal versuchen, auch auf Rasen für Schlagzeilen zu sorgen. Klar ist: Vor dem dritten Grand Slam des Jahres, das er bisher zweimal für sich entscheiden konnte (2008 und 2010), werden wir den Sandplatzkönig nicht mehr zu sehen bekommen.

Das erklärte der 33-Jährige unmittelbar nach seinem Triumph in Paris: "Ich liebe Gras, aber ich kann nicht mehr so lange hintereinander spielen wie noch vor zehn Jahren. Daher werde ich vor Wimbledon nur trainieren. Gesund zu bleiben lässt mir mehr Chancen, dort erfolgreich zu sein, als vorher viele Matches zu spielen." Das mag menschlich klingen, täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass "Rafa" irgendwie ein "Außerirdischer" oder eine "Mensch gewordene Ballmaschine" sein muss.

 (Bild © imago images / ZUMA Press)

WAS IST DEINE MEINUNG?
Lustig

LUSTIG

0

Liebe

LIEBE

0

Oh man...

OH MAN...

0

Wow

WOW

0

Traurig

TRAURIG

0

Wütend

WüTEND

0

Dennis Ebbecke
am 10.06.2019 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

» Zu den Beiträgen von Dennis Ebbecke