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Struff knackt nach zehn Jahren eine magische Marke

10.06.2019|13:15 Uhr|von Dennis Ebbecke
Struff knackt nach zehn Jahren eine magische Marke

Zehn Jahre nach seinem ATP-Debüt befindet sich der inzwischen 29-jährige Jan-Lennard Struff in der Form seines Lebens. Nur wenige Tage nach seiner beeindruckenden Performance bei den French Open, die erst mit der Achtelfinal-Niederlage gegen Novak Djokovic zu Ende ging, knackte er in der neuen Weltrangliste eine für ihn magische Marke.

Struff verbesserte sich um sieben Plätze auf Rang 38 und untermauerte damit seinen Status als Deutschlands Nummer zwei hinter Alexander Zverev (#5) und vor Philipp Kohlschreiber (#51).

Der Achtelfinalist von Roland Garros hat erstmals die Top 40 geknackt. Die guten Auftritte beim zweiten Grand Slam des Jahres kamen nicht von ungefähr, da die Entwicklung des DTB-Spielers 2019 stetig nach oben zeigte. Im Januar erreichte er in Auckland im Einzel das Halbfinale und siegte im Doppel an der Seite von Ben McLachlan.

Diese großen Namen verloren 2019 gegen Überflieger Struff

Auch in den darauf folgenden Turnieren konnte "Struffi" immer wieder kleine bis größere Nadelstiche setzen. Erwähnenswert ist der Sieg gegen Milos Raonic in Dubai und das Match gegen seinen Landsmann Alexander Zverev in Indian Wells, in dem er überraschend deutlich mit 6:3, 6:1 ins Achtelfinale einziehen konnte.  Auf Sand setzte Struff seinen Aufwärtstrend fort, schlug in Barcelona solch klangvolle Namen wie David Goffin oder Stefanos Tsitsipas. In Rom mussten dann Grigor Dimitrov und Marin Cilic dran glauben.

Bereits vor dem Start der French Open sollte also jedem klar gewesen sein, dass Jan-Lennard Struff 2019 nahezu jeden Gegner besiegen kann - und dennoch  wurden in Paris unter anderem Denis Shapovalov und Borna Coric überrascht.

Sogar die "New York Times" nahm von dem Deutschen Notiz

Mit seinem unbekümmerten Spielstil hat es Struff im besten Tennisalter endlich geschafft, sich in den Fokus der Weltöffentlichkeit zu spielen. Eine Übertreibung ist dies nicht, wenn man bedenkt, dass sich zuletzt sogar die New York Times um den Deutschen riss. Kurz vor dem Achtelfinale in der französischen Hauptstadt bat die US-amerikanische Zeitung den Überflieger zum Interview. Darin gestand Struff, dass es immer sein Traum gewesen sei, "bei einem Grand Slam in die zweite Woche zu kommen".

Diesen Traum hat sich "Struffi" erfüllt. Seine Erfolgsgeschichte ist damit jedoch noch nicht auserzählt. In Stuttgart möchte er (übrigens erneut zum Auftakt gegen Shapovalov) auch auf Rasen seine Klasse unter Beweis stellen. Macht er so weiter, ist es eine Frage der Zeit, bis ihm der erste ATP-Titel im Einzel gelingen wird.

Maden erstmals unter den Top 100 der Welt

Struff ist derweil nicht der einzige Deutsche, der im Ranking seine bis dato beste Karriereplatzierung erreichen konnte. Auch der gleichaltrige Yannick Maden machte einen ordentlichen Satz um 15 Ränge und konnte erstmals die Top 100 knacken. Der Lohn für die erfolgreiche Qualifikation bei den French Open und den Einzug in Runde zwei (wo er an dem späteren Sieger Rafael Nadal scheiterte): Platz 99 in der Weltrangliste.

(Bild © imago images / Hasenkopf)

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Dennis Ebbecke
am 10.06.2019 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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