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ATP

Halbfinaleinzug - die Stuttgarter Struffi-Show geht weiter

14.06.2019|13:50 Uhr|von Christian Schwell
Halbfinaleinzug - die Stuttgarter Struffi-Show geht weiter

Jan-Lennard Struff bleibt weiterhin in der Erfolgsspur. Nach vielen guten Ergebnissen auf Sand hat er die Umstellung auf Rasen nahtlos hinbekommen. Das bekam auch der Stuttgart-Sieger von 2017 heute zu spüren. Struff besiegte den Franzosen Lucas Pouille (ATP 26) mi 6:4, 6:4 und steht damit im Halbfinale des Mercedes Cup.

Betrachtet man nur die Ergebnisse der letzten Wochen, hätte man den Franzosen sowieso als eine gute Chance sehen können, das Halbfinale zu erreichen. Denn Pouille hat den Abstecher auf die europäische Asche in den sprichwörtlichen Sand gesetzt. Struff wird den allgemein abgesehen von der Halbfinalteilnahme bei den Australian Open recht mäßigen Saison-Ergebnissen seines heutigen Gegners aber wahrscheinlich nicht allzu viel Bedeutung beigemessen haben, sondern sich eher an die zwei Niederlagen erinnert haben, die er 2017 in Stuttgart und Halle auf Rasen gegen den heute 25-Jährigen kassiert hat. In Stuttgart hatte ihm damals auch ein eigener Matchball letztendlich  nicht zum Sieg gereicht. 

Pouille als Stuttgart-Spezialist

Auf Rasen, insbesondere auf dem grünen Geläuf von Stuttgart, scheint der Franzose seine Leistung allgemein öfter abrufen zu können als anderswo – 2017 war er hier Sieger und im letzten Jahr steht eine Halbfinalteilnahem zu Buche. So entwickelte sich im ersten Durchgang auch eine typische Partie zweier guter Rasen-Spieler. Lange Ballwechsel waren genauso Mangelware wie Chancen für den jeweiligen Rückschläger.

Bis zum Stand von 4:4 kam es in keinem Spiel zum Einstand. Dann aber nutze Struff das Momentum der letzten erfolgreichen Wochen und war wie so oft in dieser erfolgreichen Saison punktgenau dann da, wenn es darauf ankommt. Er breakte zum 5:4 und servierte den Satz anschließend ohne Punktverlust zum Satzgewinn aus – beeindruckend.

Struffi schlägt zweimal bei 4:4 erfolgreich zu

Im zweiten Durchgang ließ Struff dann einige Breakchancen liegen, die schon eine frühzeitige Vorentscheidung der Partie hätten einleiten können. Stattdessen griff er wieder überaus erfolgreich auf das Rezept des ersten Satzes zurück: Besser sein, wenn es darauf ankommt. Erneut spielte er bei 4:4 ein äußerst starkes Returnspiel und breakte , erneut holte er sich im Anschluss in Champoin-Manier souverän den Satz mit dem eigenen Aufschlag.

Der vergebene Matchball von 2017 war im Kopf

Dass das Matchende für ihn kein Kinderspiel gewesen war, verriet der Sauerländer nach dem Match. Angesprochen auf sein Match vor zwei Jahren an gleicher Stelle, als er Pouile trotz Matchball noch unterlegen war, gab Struff zu: "Ich muss ganz ehrlich zugeben, das war immer in meinem Kopf. Der Matchball vor zwei Jahren war unglaublich. Ich habe heute ein wenig Parallelen gesehen, wurde dann auch etwas unruhiger und nervös".

Im Halbfinale bekommt es Struff jetzt mit jemandem zu tun, dem die Umstellung auf Rasen auch mehr als gelungen ist. Matteo Berrettini aus Italien hat mit ganz klaren Siegen über Nick Kyrgios und Karen Khachanov überzeugt und auch heute Denis Kudla keine Chance gelassen. Hält Struff seine Form, muss ihm aber auch vor dieser Herausforderung nicht Bange sein.

(Bild © imago images)

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Christian Schwell
am 14.06.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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