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So kurios erfüllt sich Dominik Koepfer seinen Wimbledon-Traum

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25.06.2019|09:55 Uhr|von Christian Schwell
So kurios erfüllt sich Dominik Koepfer seinen Wimbledon-Traum

Der Schwarzwälder Dominik Koepfer (ATP 132) hat am Sonntag die klassischen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und mit 25 Jahren auf einen Schlag gleich zwei Ziele seiner Tennis-Karriere erreicht.

Mit dem ersten Challenger-Titel zum Karriere-High

Im nordenglischen Ilkley holte er sich seinen ersten Titel auf Challenger-Ebene in einem dramatischen Finale gegen den Österreicher Dennis Novak, in dessen Verlauf er einen Matchball abwehrte. Am Ende hieß es 3:6, 6:3, 7:6 für Koepfer. Turniersieg und 125 Weltranglistenpunkte, die den nur 175cm großen Linkshänder auf ein absolutes Karrierehoch in der Weltrangliste katapultierten – eigentlich wäre es auch schon so einer der besten Tennis-Tage für den Mann aus Furtwangen gewesen.


Die Wimbledon-Wildcard als Super-Bonus

Mehr als nur versüßt wurde ihm der Sieg aber noch durch eine Besonderheit des Turniers in Ilkley: Der Gewinner erhält über das Preisgeld und die Punkte hinaus eine Wildcard für das Hauptfeld von Wimbledon. Was für die Elite der Tennisprofis normal ist, ist für Koepfer die Erfüllung eines Lebenstraums. Dreimal war er bisher in Grand-Slam-Qualifikationen gescheitert, vor einem Jahr in Wimbledon ganz knapp im Quali-Finale in fünf engen Sätzen.

Koepfer holte sich im US-College-Tennis den letzten Schliff

Diese Qualifikations-Mühle bleibt Koepfer nun also erspart und das dies ein großer Anreiz war, sprach er auch im Sieger-Interview im Anschluss an das Finale an, dass er im perfekten Englisch mit amerikanischem Zungenschlag führte: 

Der kommt nicht von ungefähr, sondern ist in dem durchaus ungewöhnlichen Weg begründet, auf dem sich Köpfer Richtung Profitennis gemacht hat. Schon als Kind und Jugendlicher mit tollen allgemeinen sportlichen und athletischen Fähigkeiten ausgestattet hat er sich erst spät, genauer gesagt nach seiner Finalteilnahme bei den deutschen U16-Jugendmeisterschaften 2010, für Tennis bzw. den Versuch im Profibereich entschieden. Aufgrund der guten und intensiven Trainingsmöglichkeiten für Spieler in seinem Alter entschied sich Koepfer dann nach dem Abitur für die Option US-College-Tennis.

Offensichtlich die richtige Wahl für den Spätstarter, denn im Anschluss entwickelte sich seine Ranglistenposition kontinuierlich nach oben. Mit dem (vorläufigen) Höhepunkt mit dem Turniersieg in Ilkley, der ihm nun statt der Qualifikation von Wimbledon eine Woche Pause beschert. Und danach die Erfüllung eines Kindheitstraums.

(Bild © Imago Images)

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Christian Schwell
am 25.06.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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