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Marcos Baghdatis sagt in Wimbledon "Goodbye"

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25.06.2019|11:30 Uhr|von Christian Schwell
Marcos Baghdatis sagt in Wimbledon "Goodbye"

Als die Verantwortlichen des Wimbledon-Turniers vor einigen Tagen bekannt gaben, dass sie Marcos Baghdatis aus Zypern eine Hauptfeld-Wildcard zuteilwerden lassen, gab es durchaus auch Verwunderung.

Die aktuelle Nummer 138 der Welt ist zwar ein Halbfinalist von 2006, hat aber auf dem heiligen Rasen seit nun zehn Jahren nie mehr als zwei Runden erfolgreich überstanden und in diesem Jahr seit Mai überhaupt kein Match mehr bestritten. Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Baghdatis beendet in Wimbledon tatsächlich seine Karriere.

Aufstieg zum Volksheld und Publikumsliebling

Der heute 34-Jährige war 2003 als bester Junior der Welt und Sieger der Junioren-Konkurrenz von Melbourne mit vielen Vorschuss-Lorbeeren in seine Profi-Karriere gestartet. 2006, als er nicht nur wie oben erwähnt im Wimbledon-Halbfinale stand, sondern vor allen Dingen bei den Australian Open mit seiner Finalteilnahme (Niederlage gegen Roger Federer) für Furore sorgte, schien er die Erwartungen auch zu erfüllen und stieg in seiner Heimat zu einem echten Volkshelden und überall auf der Welt zum Publikumsliebling auf.

Der ganz große Wurf wollte nicht mehr gelingen

Komplett bestätigen konnte Baghdatis, der seine beste Ranglistenplatzierung in seinem Erfolgsjahr mit der Nummer acht erreichte, diese absoluten Spitzenleistungen über weite Strecken seiner Karriere aber nur noch sporadisch. Der Rechtshänder, der schon als Jugendlicher nach Frankreich gegangen war um seine Karriere zu forcieren, erspielte sich in 17 Jahren Profitennis vier Turniersiege auf ATP-Level und war immer wieder – gerade auch bei den Grand Slams – für spektakuläre sportliche Schlachten in den früheren Runden gut. Die ganz großen Würfe wollten ihm aber – gerade später in der Karriere auch durch Verletzungen bedingt – nicht mehr gelingen.

Dankbar für die Gelegenheit sich zu verabschieden

Darauf, dass es in den letzen Jahren körperlich nicht immer leicht gewesen sei, wieder in Form zu kommen, hob Baghdatis dann auch in seinem Statement zur Rücktritss-Ankündigung ab: „Die letzten zwei Jahre waren sehr schwierig, mit vielen Verletzungen. Es war keine leichte Entscheidung. Es war sehr schwer, vor allem körperlich, wieder auf das Niveau zu kommen, das ich angestrebt hatte", schrieb der Rechtshänder mit der beidhändigen Rückhand. Nachdem er sich zu diesem Schritt durchgerungen hat, blickt Baghdatis aber vor allen Dingen postitiv auf seine letzte Wimbledon-Teilnahme voraus: „Ich bin sehr dankbar für die Chance, mich von dem Sport zu verabschieden, den ich so sehr liebe und der seit 30 Jahren einen großen Teil meines Lebens ausmacht“, bedankt sich der Zypriote für die Wildcard-Vergabe.

(Bild © Imago Images / PanoramiC)

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Christian Schwell
am 25.06.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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