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Wimbledon 2019: Aufschlag-Riese Opelka kegelt Wawrinka in fünf Sätzen raus

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03.07.2019|15:30 Uhr|von Christian Schwell
Wimbledon 2019: Aufschlag-Riese Opelka kegelt Wawrinka in fünf Sätzen raus

Stan Wawrinka (ATP 19) hat das Aufschlag-Gewitter des Amerikaners Reilly Opelka (ATP 63) sportlich nicht überlebt. Wawrinka führte zwar mit 2:1 nach Sätzen, musste sich am Ende aber dem  2,11m großen Opelka, der oft mit mehr als 220 km/h servierte, nach drei Stunden und 13 Minuten mit  5:7, 6:3, 6:4 ,4:6, 6:8 beugen.

Opelka hält schon anfangs gut mit

Eine einfache Aufgabe war diese zweite Runde beim einzigen Grand Slam, bei dem sich Wawrinka noch nicht in die Siegerliste eintragen konnte, sicher nicht. Schon zu Anfang der Partie musste der zweimalige Wimbledon-Viertelfinalist erkennen, dass Opelka nicht nur aufschlagen kann. Sondern zumindest zeitweise auch in der Lage ist, von der Grundline mitzuhalten. Das Break im ersten Satz zugunsten des 21-Jährigen wurde zwar durch einen Doppelfehler Wawrinkas und einen Netzroller Opelkas eingeleitet, den entscheidenden Punkt machte Opelka aber dann nach einer langen Rally, bei der er beeindruckende Wege zurücklegen musste.

Ab Mitte des zweiten Satzes entschlüsselt Wawrinka Opelka

Im zweiten Satz war es dann aber Wawrinka, dem erstmals ein Break gelang. Noch wichtiger für den Wechsel des Momentums in diesem Match auf Court 2 war sein folgendes Aufschlagspiel: Wawrinka schien bei 0-40 den gerade erkämpften Vorsprung nach mehreren einfachen Fehlern gleich wieder zu verspielen. Anschließend drehte „Stan the Man“ allerdings im Stile eines Champions richtig auf und holte sich sein Service-Game noch mit fünf brillant gespielten Punkten am Stück.

Das wirkte als echter Brustlöser für den Schweizer, der ab da sehr viel regelmäßiger Opelka in dessen Aufschlagspielen vor echte Probleme stellte und sich auch in Satz drei frühzeitig ein entscheidendes Break erspielte. Opelka dagegen fand gegen einen gut servierenden Gegner als Return-Spieler kaum noch ein Mittel.

In Satz vier verpasst Wawrinka die vorzeitige Entscheidung 

Wie gefährlich es gegen einen Spieler wie Opelka werden kann, wenn man seine Chancen nicht verwertet, zeigte sich dann aber in Satz vier. Wawrinka schien ständig drauf und dran, die endgültige Entscheidung zu erzwingen, schaffte es aber jetzt nicht, seine spielerische Überlegenheit erneut in ein Break umzumünzen. Wie aus dem Nichts hatte dann plötzlich Opelka bei 5:4-Führung einen Satzball und nutze diesen zum Satzgleichstand. 

Wawrinka wackelt - und fällt

Plötzlich wackelte der Favorit gewaltig. Von der über weite Strecken der Partie gezeigten Souveränität beim eigenen Aufschlag war plötzlich anfangs des Entscheidungssatzes nicht mehr viel übrig. Wawrinka musste kämpfen, stemmte sich mit aller Macht gegen den seit Ende des vierten Satzes gegen ihn laufenden Trend in diesem Match - ohne Erfolg. Beim Stand von 6:6 hatte er noch eine Breakchance, die das Match zu seinen Gunsten hätte wenden können, im direkten Anschluss schlug dann aber Opelka zu und holte sich den Satz und das Match mit 8-6.

(Bild (c) imago images)

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Christian Schwell
am 03.07.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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