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Wimbledon 2019: Struff nimmt die Hürde Taylor Fritz in vier Sätzen

04.07.2019|14:25 Uhr|von Christian Schwell
Wimbledon 2019: Struff nimmt die Hürde Taylor Fritz in vier Sätzen

Jan-Lennard Struff (ATP  33) ist als erster DTB-Profi in die dritte Runde des diesjährigen Wimbledonturniers eingezogen. Im ersten Match des Tages besiegte er auf Court 15 der Anlage an der Church Road den Amerikaner Taylor Fritz (ATP 31) mit 6:4, 6:3, 5:7, 7:6.

Im Duell eines Profis, der seit geraumer Zeit in außerordentlich guter Form spielt, mit einem Gegner, der als frisch gebackener Eastbourne-Sieger viel Rasen-Selbstvertrauen getankt hat, war schon im Vorfeld klar, dass es wahrscheinlich Nuancen sein werden, die diese Partie entscheiden.

Die entscheidenden Situationen laufen zunächst in Struffs Richtung

Auf dem Platz liefen dann aber zunächst fast alle diese matchentscheidenden Kleinigkeiten in Richtung des Deutschen. Struff wie Fritz servierten eigentlich beide stark, mit viel Geschick und auch ein wenig Glück in Form von Netzrollern zu seinen Gunsten gelang es aber dem Sauerländer in den ersten beiden ausgespielten Sätzen, die sich ihm bietenden Chancen ganz konsequent zu nutzen.

Viele Kleinigkeiten summieren sich zur doppelten Satzführung

Egal was Fritz anstellte, Struff erwies sich in dieser Phase in allen wichtigen Details als der ein wenig bessere Spieler. Und diese geringen Unterschiede summierten sich dann letztendlich in einer eigentlich engen Partie zu einem recht glatten Durchmarsch zur 2:0-Satzführung gegen seinen Weltranglistennachbarn.

Kurze Konzentrationslücke kostet den dritten Satz

Im dritten Durchgang gelang es Fritz dann zwar länger den Spielstand ausgeglichen zu halten. Und plötzlich zeigte der bis dato so souveräne Struff leichte Konzentrationsschwächen. Bei 5:5 verlor er mit einem Doppelfehler erstmals in der Partie seinen Aufschlag, anschließend konnte der Amerikaner ein enges Service-Game für sich entscheiden und so den Satz gewinnen.

Struff behält die Ruhe

Was den Jan-Lennard Struff frühere Jahre wahrscheinlich entscheidend aus dem Konzept  gebracht hätte, konnte der Warsteiner heute aber schnell abschütteln. Im vierten Satz stabilisierte er seine Aufschlagleistung  wieder und legte fortan Richtung Satzende jeweils vor.  Und überstand einen unangenehmen Deja-vu-Moment, als er  sich bei 5:5 diesmal erfolgreich gegen den zum Break ansetzenden Fritz wehrte. Erstmals ging ein Satz in den Tiebreak. Hier war es dann zur Nervenberuhigung der deutschen Fans am Platz und vor dem Fernseher der Warsteiner, der sich schnell absetzen konnte und nach einem 7-2 den Einzug in Runde drei bejubelte. 

(Bild (c) imago images)

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Christian Schwell
am 04.07.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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