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Wimbledon 2019: Struff will mehr - „Ich bin gut drauf!“

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05.07.2019|09:40 Uhr|von Christian Schwell
Wimbledon 2019: Struff will mehr - „Ich bin gut drauf!“

Jan-Lennard Struff macht nach einer überragenden Sandplatz-Saison mit dem Achtelfinale bei den French Open auf Rasen einfach weiter. Gestern räumte er in seinem Zweitrundenmatch von Wimbledon den Eastbourne-Sieger Taylor Fritz mit einer echten Klasseleistung aus dem Weg und schickt sich nun an, auch beim wichtigsten aller Tennisturniere erstmals das Achtelfinale zu erreichen.

"Ich bin gut drauf"

Die Freude über diese Chance war Jan-Lennard Struff am Klang seiner Stimme nicht anzumerken. "Ich bin sehr glücklich über den Sieg. Die ersten zwei Sätze waren unglaublich gut, die habe ich sehr gut gespielt", sagte der stille Sauerländer, stützte seine Hände auf die Knie und blieb gewohnt ruhig dabei. Bei der deutschen Nummer zwei passt im Moment sehr vieles zusammen. Den Schwung aus seinem privaten Glück nach der Geburt seines Sohnes und aus seinem sportlichen Erfolg mit dem Erreichen des Achtelfinals bei den French Open in Paris hat er mit zum Rasenklassiker nach London genommen.

Mit dem 6:4, 6:3, 5:7, 7:6 (7:2) gegen Fritz zog der Warsteiner am Donnerstag zum zweiten Mal in die dritte Runde von Wimbledon ein und stellte sein bestes Resultat bei dem zweiwöchigen Rasenturnier aus dem Vorjahr ein. "Ich bin gut drauf", sagte der 29-Jährige. "Wenn man gewinnt, fühlt sich alles leichter an."

Die Chance auf ein weiteres Achtelfinale ist realistisch

Mit einem weiteren Sieg am Samstag würde der Paris-Achtelfinalist auch in Wimbledon erstmals die zweite Woche erreichen. 2018 war Struff in der dritten Runde gegen den Schweizer Rekord-Grand-Slam-Sieger Roger Federer ausgeschieden. Diesmal sind die Chancen im Duell mit Michail Kukushkin aus Kasachstan realistischer.  Der hatte gestern etwas überraschend den Aufschlag-Riesen John Isner (USA) in fünf Sätzen aus dem Wettbewerb gekegelt. "Ich werde meine Leistung abrufen", kündigte Struff in Bezug auf das Match gegen Kukushkin an.

Struff ist gereift

Struff überzeugte in seiner Partie gegen den jungen Amerikaner Fritz gestern insgesamt gerade auch, weil er nach einer kurzen Konzentrationslücke bei 2:0-Satzführung einen ärgerlichen Satzverlust hinnehmen musste. Früher hätte in solches Unbill in vielen Matches entscheidend aus der Bahn geworfen. Gestern überstand er diese Phase und stabilisierte sich, um dann in Satz vier in ähnlich kritischer Situation besser zu agieren.

Seit Monaten tritt der junge Vater eines kleinen Sohnes mit einer solchen Konstanz auf, für die er zuvor nicht bekannt war. Bei den French Open in Paris hatte er zuletzt erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier die Runde der besten 16 erreicht. "Das sind die Matches, für die man lebt, für die man Tennis spielt, das ist sehr besonders", sagte die Nummer 33 der Tennis-Welt. "Solche Erfolge wie in Paris möchte man mehr haben. Ich versuche, mich davon tragen zu lassen."

(Bild © imago images |Text: Schwell/dpa)

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Christian Schwell
am 05.07.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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