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Wimbledon 2019: Die Verlierer der ersten Woche

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07.07.2019|16:00 Uhr|von Henrike Maas
Wimbledon 2019: Die Verlierer der ersten Woche

Wo es Gewinner gibt, da muss es auch Verlierer geben. Das gab es auch in der ersten Woche von Wimbledon. Dort hatte das Pech besonders unter den gesetzten Spielerinnen und Spielerin ziemlich gewütet. Aber auch ein Wassersprinkler und wieder mal Bernard Tomic sorgen für so manche "Niederlage" in Woche 1.

Zverev, Muguruza, Tsitsipas - oder die 1. Runde für Gesetzte

Die Bilanz der deutschen Spielerinnen und Spieler ist beim diesjährigen Wimbledon-Turnier ziemlich verheerend. Keiner hat es in die zweite Woche geschafft. Allein an Tag 1 von Wimbledon flogen sieben DTB-Spielerinnen und Spieler direkt wieder aus dem Event. Angeführt wurden sie dabei von Alexander Zverev. Die Nummer 5 der Herren-Weltrangliste hat ein richtiges Tief erreicht, wo besonders private Probleme und eventuell auch die Trainerfrage, das Selbstbewusstsein in den Keller ziehen. Zverev musste sich direkt am Montag in vier Sätzen Jiri Vesely beugen.

Allein war der Topspieler mit diesem Schicksal allerdings nicht. Diverse gesetzte Spielerinnen und Spieler mussten sich direkt nach Runde 1 wieder verabschieden. Stefanos Tsitsipas (#7) verlor gegen Thomas Fabbiano. Dominic Thiem (#5) zog gegen Sam Querrey den Kürzeren und Denis Shapovalov (#29) unterlag deutlich Ricardas Berankis. Ihnen folgten auch noch Gael Monfils (#16). Bei den Damen verabschiedete sich die Wimbledon-Siegerin von 2017 Garbine Muguruza (#26) gegen Beatriz Haddad Maia. Ihr folgten Naomi Osaka (#2), Donna Vekic (#22), Marketa Vondrousova (#16), Daria Kasatkina (#29) und Aryna Sabalenka (#10).

Bernard Tomic und der "sportliche Einsatz"

Gerne auch unter den Negativbeispielen ist Bernard Tomic. Der frühere Hoffnungsträger des australischen Tennis tut sich inzwischen kaum noch mit Tennis, sondern vor allem mit irgendwelchen komischen Aktionen hervor. Größter Trend dabei: mangelnder Einsatz. Das wurde ihm auch dieses Jahr von den Offiziellen in Wimbledon bescheinigt. Nach seiner 2:6, 1:6, 4:6-Niederlage gegen Jo-Wilfried Tsonga entzog ihm das Turnier sein gesamtes Erstrundenpreisgeld, weil er die "professionellen Standards" eines Matches nicht erreicht hatte. Übersetzt bedeutet dies, Tomic hat sich im Match keine Mühe gegeben und damit die Niederlage quasi billigend in Kauf genommen. 

Aber nicht alle sehen die Strafe für den Australier als komplett gerechtfertigt an. Es gibt Spieler, die Bernard Tomic in Schutz nehmen und die Strafe als zu hart ansehen. Dazu gehören unter anderem Nick Kyrgios und Novak Djokovic. Beide sind der Meinung, dass zumindest nicht das ganze Preisgeld hätte entzogen werden dürfen. Und ja, man darf und muss sich immer fragen, wie sich genügend Einsatz sichtbar ausdrückt. Dennoch bleibt es dabei, wenn es bei einem Turnier negative Schlagzeilen gibt, dann ist Bernard Tomic gerne mal ganz vorne mit dabei.

Maria Sharapova und die komische Aufgabe

Für Maria Sharapova sind die letzten beiden Tennisjahre eher schleppend verlaufen. Die Russin quält sich mit anhaltenden Verletzungen mehr schlecht als recht durch die Saison. Die French Open in diesem Jahr hatte sie schon verpasst, nun sollte in Wimbledon die Rückkehr zu den Grand Slams gelingen. Daraus wurden dann aber auch nichts, als Sharapova in der ersten Runde gegen Pauline Parmentier ihr Match aufgeben musste. Eine Niederlage für die ehemalige Nummer 1, die noch einen kleinen Skandal nach sich zog. Denn Maria Sharapova gab beim Stand von 6:4, 6:7, 0:5 das Match auf. Viele fragten sich, ob sie das eine Spiel nicht doch noch hätte durchhalten können, um Parmentier den normalen Sieg zu gönnen. Alles in allem, kein schönes Turnier für Sharapova.

Der Wassersprinkler auf Court 16

Laura Siegemund ist eine der wenigen Spielerinnen, die beim Wimbledon-Turnier bisher sowas wie eine Regenpause hatte. Gemeinsam mit ihrem Mixedpartner, dem Neuseeländer Artem Sitak, hat die Deutsche erlebt, was ein verrücktgewordener Wassersprinkler so alles anrichten kann. Die beiden Spieler wurden in ihrem Erstrunden-Match nämlich einmal so richtig abgeduscht. Das ein Flop? Na ja zugegeben, ist die Story eigentlich eher ziemlich witzig und die Einordnung als "Niederlage" mit einem Augenzwinkern zu betrachten. Aber zumindest die auf Perfektion gedrillte Ground Crew von Wimbledon dürfte diesen Fehler als schmerzlich empfunden haben. Ein gutes Beispiel dafür, dass auch in Wimbledon die Dinge mal nicht so laufen, wie sie sollen.

(Bild © twitter / 10 News First / ZUMA Press / Paul Zimmer / Hasenkopf / AFLOSPORT)

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Henrike Maas
am 07.07.2019 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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