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Wimbledon: Serena Williams träumt weiter vom Grand-Slam-Rekord

09.07.2019|16:10 Uhr|von Adrian Rehling
Wimbledon: Serena Williams träumt weiter vom Grand-Slam-Rekord

Was gab es Gerüchte vor dem ersten Wimbledon-Auftritt von Serena Williams. Sie sei nicht fit genug. Sie sei zu alt. Sie habe zu wenig im Vorfeld gespielt. Alles völliger Unsinn.

Die 37-Jährige lehrt der Konkurrenz - wieder einmal - das Fürchten. Zwar wehrte sich Alison Riske im Viertelfinale nach Kräften, aber immer, wenn es eng wurde, packte Serena entweder die nötige Power oder unerreichbare Winkel aus. Riske legte - auf dem Weg zum 3:1 mit einem Netzroller auch vom nötigen Glück unterstützt - zwar gut los, doch Williams blieb dran. Beim Break zum 3:3 hatte die 23-malige Grand-Slam-Siegerin ihres Zeichens Glück, als die Netzkante diesmal helfend für sie eingriff. 

Doch Riske schaffte es erneut, Serena den Aufschlag abzunehmen. Mit einem hervorragenden Rückhand-Return verwandelte sie zum 4:3. Sky-Kommentator Marcel Meinert schwärmte: "Wow." Und die Reaktion von Williams auf den erneuten Rückstand? Drei Spielgewinne in Serie zum 6:4 nach nur 37 Minuten.

Williams auf den Spuren von Margaret Court

Auch im zweiten Durchgang blieben die Spiele kurz. Bis zum 3:2 für Serena Williams war alles in der Reihe, den verwandelten Schmetterball zum Spielgewinn feierte die Favoritin mit einem lautstarken Schrei, denn Riske kratzte zuvor einiges aus den Ecken. Ein Spiegelbild des gesamten Matches. Die 29-Jährigte fightete, sie spielte gut, wehrte sich mit allen Mitteln der Kunst. Und wurde dafür tatsächlich auch belohnt, denn dieses Mal drehte sie einen 3:4-Rückstand noch in ein 6:4 und damit zum Satzausgleich um.

Im finalen Satz ging es ebenfalls sehr unterhaltsam zur Sache. Riske und Williams überboten sich teils mit herrlichem Winkel, zeigten ordentlich Raffinesse. Den Unterschied machten zu diesem Zeitpunkt daher vor allem zwei Aspekte: Zum einen die bekannte Serena-Willenskraft - und zum anderen immer mehr vermeidbare Fehler der Landsfrau. So auch zum 3:1 für Serena, als Riske einen Doppelfehler zum Aufschlagverlust servierte.

Ihre direkte Antwort? Nach 40:15 und zwei Spielbällen für Williams drehte die 29-Jährige das Aufschlagspiel noch und holte sich das Rebreak. Kurze Zeit später allerdings wiederholte sich die Doppelfehler-Geschichte von Riske - und dieses Mal war das Break zum 5:3 gleichzeitig die Entscheidung.

Am Ende eines schnellliebigen Matches stand ein 6:4, 4:6, 6:3 für Serena auf der Anzeigetafel. Und damit die große Chance, am Samstag den 24. Grand-Slam-Titel einer großartigen Karriere bejubeln dürfen. Damit würde die Amerikanerin mit der Australierin Margaret Court gleichziehen, die zwischen 1960 und 1973 genau jene 24 Triumphe bei den großen vier Turnieren sammelte.

Vorher steht allerdings erst einmal das Halbfinale an. Als Gegnerin wartet die Siegerin der Partie zwischen Lokalmatadorin Johanna Konta und der Tschechin Barbora Strycova, die im Anschluss auf dem Centre Court spielen. Im parallel ausgetragenen Viertelfinale zwischen Simona Halep ging es nur im ersten Durchgang eng zur Sache. Nach dem 7:4 im Tiebreak legte Halep den zweiten Satz im Eiltempo nach und siegte glatt mit 7:6, 6:1.

(Bild (c) imago images / PanoramiC)

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Adrian Rehling
am 09.07.2019 gepostet von:
Adrian Rehling
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Adrian liebt seinen Job. Social-Media-Spürnase, bringt das nötige Quäntchen Boulevard ins Team. Gute Laune in Person.

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