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Wimbledon 2019: Djokovic schlägt Bautista Agut in vier Sätzen

12.07.2019|17:00 Uhr|von Christian Schwell
Wimbledon 2019: Djokovic schlägt Bautista Agut in vier Sätzen

Der Weltranglistenerste Novak Djokovic ist nur noch einen Matcherfolg von einer erfolgreichen Titelverteidigung in Wimbledon entfernt. Im ersten Halbfinale der Herren besiegte der Vorjahressieger den Spanier Roberto Bautista Agut (ATP 22) mit 6:2, 4.6, 6:3, 6:2. 

Djokovic kommt besser aus den Startlöchern

Die Partie entpuppte sich als die erwartet zähe Auseinandersetzung zweier ähnlicher Spielertypen. Zunächst hatte allerdings Djokovic klare Vorteile. Der vierfache Wimbledon-Champion ging schnell in Führung und agierte sowohl sicherer als auch druckvoller als Bautista Agut, was sich dann auch in einem recht deutlichen 6:2 manifestierte.

In Satz zwei verändern sich die Kräfteverhältnisse plötzlich

Was dann in Satz zwei passierte, damit hätte der Serbe eigentlich rechnen können, denn schon die letzten beiden Auseinandersetzungen gegen Bautista Agut hatte er nach Satzführung noch abgegeben. Verhindern konnte er aber trotzdem nicht, dass Bautista Agut im selben Maß zulegen konnte, wie Djokovic an Sicherheit und Qualität einbüßte. Der Favorit lag schnell mit Break hinten und schaffte es einfach nicht mehr, noch einmal in diesen Durchgang hinein zu finden. Nach knapp anderthalb Stunden Spielzeit hatte Bautista Agut nach Sätzen ausgeglichen.

Der dritte Satz als Vorentscheidung

Das Match hatte sich in eine Partie auf Augenhöhe verwandelt, dem dritten Durchgang kam nun naturgemäß eine vorentscheidende Bedeutung zu. Djokovic nahm die Herausforderung seines Gegners im Stile eines Champions an. Er kämpfte sich durch einige knappe eigene Aufschlagspiele und schlug dann mit einem Break zum 4:2 selber zu. Mehr Initiative und auch einige sehr gut vorgetragene Netzangriffe ließen das Pendel dieser Partie wieder in Richtung der Nummer eins der Welt ausschlagen.

Ein frühes Break im vierten Satz lässt den Widerstand des Spaniers schwinden

Nachdem die erneute Satzführung unter Dach und Fach war, leistete sich Djokovic nicht nochmal eine Konzentrationslücke, sondern setzte den Spanier bei dessen ersten Aufritt in einem Grand-Slam-Halbfinale weiter unter Druck. In seinem ersten Aufschlagspiel des Satzes konnte Bautista Agut trotz dreier Breakbälle den Kopf noch einmal aus der Schlinge ziehen, im nächten Aufschlagspiel kassierte er dann aber doch das erneute Break. Mit dieser Führung im Rücken dominierte Djokovic dann mehr und mehr. Er ließ ein weiteres Break folgen und zog  nach zwei Stunden und 48 Minuten verdient ins Wimbledon-Finale ein. 

Wimbledon als "Traum-Turnier"

Dort wird er mit Roger Federer oder Rafael Nadal auf einen der Spieler treffen, die ihm direkt in der Setzliste nachfolgen. Den Weg ins Finale hat der Serbe von der Papierform her auf einer etwas leichteren Route bestritten, denn sein Endspielgegner wird der erste Profi aus den Top 20 sein, auf den Djokovic in diesem Turnier trifft. Allein der sechste Finaleinzug (bisher vier Titel) ist für ihn aber schon die Erfüllung eines Traumes, wie er nach dem Halbfinale im Interview versicherte: "Wimbledon war schon als Kind mein Traum-Turnier. Egal in wie vielen anderen großen Finals ich schon auch gestanden habe, das hier ist etwas anderes. Ich werde es definitiv genießen."

(Bild (c) imago images / Action Plus)

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Christian Schwell
am 12.07.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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