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ATP Hamburg: Molleker beeindruckt mit dem Erfolg über Leonardo Mayer

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22.07.2019|20:20 Uhr|von Christian Schwell
ATP Hamburg: Molleker beeindruckt mit dem Erfolg über Leonardo Mayer

Der 18-jährige Rudi Molleker (ATP 150) hat die deutsche Bilanz des ersten Turniertages bei den Hamburg European Open durch einen Erfolg über den favorisierten Leonardo Mayer (ATP 51) aufgehübscht.  Der mit einer Wildcard ausgestattete Molleker siegte mit 7:6, 6:4 und trifft im Achtelfinale wahrscheinlich auf einen der Turnierfavoriten.  Fabio Fognini muss sich allerdings noch vorher mit Julian Lenz in seinem ersten Match gegen einen weiteren DTB-Akteur durchsetzen. Vor Molleker waren heute die Deutschen Daniel Altmayer und Philipp Kohlschreiber recht sang- und klanglos in der ersten Runde gescheitert.

Zuletzt die falschen Schlagzeilen

Rudi Molleker gilt bei einigen Funktionsträgern im Verband durchaus als komplizierter Charakter und hat zuletzt für die falsche Art von Schlagzeilen gesorgt, als er bzw. sein Team es schlichtweg vergaß, eine Meldung für die Wimbledon-Qualifikation abzugeben. Nachdem er sich erfolgreich in Melbourne und Paris ins Hauptfeld gespielt hatte, fand das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres also ohne ihn statt. Und mahnende Rufe nach mehr Professionalität wurden laut.

Talent mit Biss

Der junge Deutsche ist aber eben auch eines der größten Talente seines Jahrgangs und wenn man ihm eines nicht absprechen kann, dann ist es „Biss“ auf dem Platz. Auch in seiner Partie gegen Leonardo Mayer war er sofort von Spielbeginn an auch emotional voll bei der Sache, pushte sich und feuerte sich an. Man merkt, dass hier einer auf dem Platz steht, der wirklich erfolgshungrig ist.

Das Rematch gegen den Hamburg-Spezialisten Leo Mayer

Ebenfalls äußerst gewillt, seine Vorjahrespunkte als Finalteilnehmer nicht mit einer Erstrundenniederlage komplett zu verlieren war aber auch der Argentinier Mayer. Der 32-Jährige ist zudem ein echter Hamburg-Spezialist, hat hier neben seiner letztjährigen Finalteilnahme 2014 und 2017 den Titel geholt. Beim letzten Mal übrigens kurioserweise trotz einer Niederlage ausgerechnet gegen Molleker, der ihn vor zwei Jahren im Quali-Finale besiegte. Mayer kam aber als Lucky Loser trotzdem noch ins Hauptfeld und stand am Ende der Turnierwoche als strahlender Sieger da.

Das Rematch der beiden heute entwickelte sich dann auf dem Center Court von Hamburg dann auch folgerichtig zu einer umkämpften Angelegenheit. Beide Spieler mussten sich im ersten Satz durch enge Aufschlagspiele navigieren, beide schafften es aber jeweils erfolgreich, Breaks zu vermeiden. Im Tiebreak war es dann Molleker, der zuerst die Akzente setzen konnte. Bei 5-2 sah er schon wie der sichere Satzgewinner aus, um dann aber ein wenig den Faden und die Lockerheit zu verlieren.

Molleker zeigt sich am Ende des Tiebreaks nervenstark 

Plötzlich war es Molleker, der sich bei 5-6 aus seiner Sicht eines Satzballes erwehren musste. Auch in dieser Situation bewies die Nummer 150 der Welt aber, dass er aus dem Holz geschnitzt ist, aus dem erfolgreiche Profis gemacht sind. Er wehrte nicht nur diesen Satzball ab sondern auch noch einen weiteren, um sich am Ende den Tiebreak mit 10-8 zu holen.

Der Youngster hält den Vorsprung

Den Verlust des ersten Satzes trug der Argentinier dann mental ganz offensichtlich auch in die Startphase des zweiten Durchgangs herein. Mehrere unforced Errors machten ein Break für Molleker direkt im ersten Spiel möglich. Diesen Vorsprung verteidigte Molleker dann trotz aller Gegenwehr des erfahrenen Argentiniers in beeindruckender Art und Weise durch den kompletten zweiten Satz und holte sich den Sieg.

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(Bild (c) imago images / ZUMA Press)

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Christian Schwell
am 22.07.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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