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Trotz Finalniederlage: Stebe kann sich in Gstaad als Sieger fühlen

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28.07.2019|17:15 Uhr|von Christian Schwell
Trotz Finalniederlage: Stebe kann sich in Gstaad als Sieger fühlen

Heute sollte es einfach nicht sein: Cedrik-Marcel Stebe  (ATP 455) aus  Vaihingen unterlag dem Spanier Albert Ramos-Vinolas (ATP 85) im Finale von Gstaad glatt in zwei Sätzen mit 3:6, 2:6. Bei nur 16 Grad hatte die Partie wegen andauernder Regenfälle erst mit stundenlanger Verspätung begonnen. Im Schweizer Nieselregen hatte Stebe dem erfahrenen Ramos-Vinolas, der auch schon im Finale des Masters von Monte Carlo stand, nur ganz zu Beginn genug entgegen zu setzen. Nach Break für Stebe zum 1:0 setzte sich dann aber im Linkshänder-Duell ganz deutlich die Klasse und eventuell auch die Fitness des Spaniers durch, der von den Wetterkapriolen der letzten Tage sehr viel weniger betroffen gewesen war und gestern im Gegensatz zu Stebe nur eine Partie spielen musste. 

Auch als Final-Verlierer ein Gewinner

Als Sieger darf sich der Deutsche aber trotz der Niederlage fühlen, denn die Turnierwoche von Gstaad markiert das erfolgreiche Comeback des 28-Jährigen nach einer langen Leidenszeit. Vor zwei Jahren gewann er noch mehr als 60 Einzel auf der tour und stand unter den besten 100 Spielern der Welt, dann begann eine geradezu albtraumhafte Verletzungsgeschichte: Stebe musste sich nicht weniger als drei Mal am rechten Handgelenk operieren lassen, bevor seine Schmerzen der Vergangenheit angehörten.

Steiniges Comeback nach langer Verletzungsmisere

Dann kam er zurück auf die Courts dieser Welt, aber der Wiedereinstieg war steinig. Bis zum Turnier von Gstaad hatte er auf ATP-Level 20 Monate lang kein Einzel gewonnen. Hier platzte dann endlich der Knoten. Im Berner Oberland siegte er gleich viermal am Stück, unter anderem gegen drei Top-100-Spieler und mit Jiri Vesely, Thomas Fabbiano und Joao Sousa gegen arrivierte Akteure mit bekannten Namen, bevor seine Serie jetzt gegen Ramos-Vinolas riss.

Trotz der klaren Finalniederlage steht damit aber fest: Stebe ist zurück und hat bewiesen, dass er wieder mit den Profis der erweiterten Weltspitze mehr als nur mithalten kann. Auf Strecke betrachtet wird diese Erkenntnis für ihn mindestens so wertvoll sein, wie es die Trophäe von Gstaad gewesen wäre.   

(Bild (c) imago images / Schreyer)    

         

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Christian Schwell
am 28.07.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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