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Matchball abgewehrt - Kyrgios zieht ins Finale von Washington ein

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04.08.2019|10:00 Uhr|von Henrike Maas
Matchball abgewehrt - Kyrgios zieht ins Finale von Washington ein

Wenn man im Tennis nach Drama und Entertainment sucht, ist man bei Nick Kyrgios eigentlich nie an der falschen Adresse. Auch in Washington bot der "Bad Boy der ATP" dem Publikum wieder eine glänzende Show. In einem hochspannenden Halbfinale besiegte der Australier Stefanos Tsitsipas, der ebenfalls kräftig zum Unterhaltungswert beitrug, mit 6:4, 3:6, 7:6. Durch den Finaleinzug kann Kyrgios auf seinen zweiten Titel der Saison hoffen.

Doppelpartner = Konkurrenten im Einzel

Schon vor dem ersten Ballwechsel konnte man sich sicher sein, dass dieses Halbfinale ein gutes Match werden würde. Nicht nur wegen der beiden beteiligten Spieler und ihres Könnens, sondern auch wegen der jüngsten Geschichte von Nick Kyrgios und Stefanos Tsitsipas. Denn die beiden gegensätzlichen Charaktere hatten sich in Washington das erste Mal im Doppel gemeinsam aufs Feld gewagt und nun auch direkt ihr erstes Duell im Einzel austragen müssen.

Ein ungewöhnliches Duo aus zwei Spielern, die sich kaum gegensätzlicher verhalten könnten. Auf der einen Seite der etwas proletenhaft wirkende Kyrgios, auf der anderen Seite der ziemlich altklug erscheinende Tsitsipas. Was beide verbindet, auf einer großen Bühne blühen sie auf und hauen alles an Spektakel rein, das sie finden können. So erfüllte das Halbfinale von Washington wahrscheinlich so ziemlich jeden Wunsch der Zuschauer. Tolle Punkte, viel Drama und ein enges Ende.

Kyrgios lässt Tsitsipas zurück ins Match, behält dann aber die Nerven

Dabei hätte Nick Kyrgios die Show auch auf zwei Sätze abkürzen können. Der 24-Jährige lag schon Satz und Break vorne, ehe er - wie so oft - den Faden verlor und Stefanos Tsitsipas zum Satzausgleich kommen und damit wieder ins Match ließ. Erst in einem knappen dritten Durchgang konnte sich am Ende Kyrgios, nach Abwehr eines Matchballs, im Tiebreak durchsetzen. "Diese Woche ist toll gewesen. Es ist wahrscheinlich eine der besten Turnierwochen meines Lebens", sagte Kyrgios nach dem Match. "Ich hatte wirklich Spaß und das Publikum ist der Wahnsinn. Aber eigentlich mache ich nur meine Sachen richtig. Ich habe jeden Tag die gleiche Routine. Ich versuche mich in vielen kleinen Dingen zu verbessern und es zahlt sich aus". Ungewöhnliche Töne von Nick Kyrgios, der sich sonst oft wenig aus einer stringenten Matchvorbereitung macht.

Stefanos Tsitsipas war aufgrund seiner Niederlage schon enttäuscht, aber auch ein fairer Verlierer. "Er [Kyrgios] hat einfach gut gespielt. An manchen Punkten des Matches hat er einfach komplett aufgedreht", sagte Tsitsipas über seinen Gegner. "Er hat weiter seinen Aufschlag gehalten und mich unter Druck gesetzt". Aber der Grieche hatte - neben Kyrgios - auch noch ganz andere Probleme: seine Schuhe. Wie schon im Match gegen Benoit Paire hielt das Schuhwerk den Mühen von Tsitsipas nicht stand. Erneut musste er ein Match unterbrechen und sehr zur Belustigung von Nick Kyrgios, die Treter wechseln.

Finale gegen Medvedev

Im Finale trifft Nick Kyrgios nun auf Daniil Medvedev. Der Russe hatte zuvor mit Peter Gojowczyk wenig Mühe gehabt und sich 6:2, 6:2 ins Finale gespielt. Für Kyrgios wäre ein Sieg gegen Medvedev gleichbedeutend mit dem zweiten Titel der Saison und seinem Sechsten insgesamt.

(Bild © imago images / Icon SMI)

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Henrike Maas
am 04.08.2019 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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