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Masters in Montreal: Zverev gewinnt verrücktes Déjà-vu-Match

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08.08.2019|22:30 Uhr|von Christian Schwell
Masters in Montreal: Zverev gewinnt verrücktes Déjà-vu-Match

Alexander Zverev (ATP 7) hat das Viertelfinale des Masters-Turnier im kanadischen Montreal erreicht.  Er besiegte in der Revanche des Halbfinales von Hamburg von vor knapp zwei Wochen den Georgier Nikoloz Basilashvili (ATP 17) in drei Sätzen mit 7:5, 5:7, 7:6,.

Viel zu viele Fehler auf beiden Seiten

Zverev konnte in  der Partie kaum an seine gute Leistung im ersten Spiel gegen Cameron Norrie anknüpfen. Das Match war insgesamt oft eine unansehnliche Angelegenheit. Verursacht durch beide Spieler. Zverev und Basilashvili hatten beide auch ihre guten Momente, insgesamt agierten sie aber viel zu fahrig und fehlerhaft. Oft war es nicht die Stärke des einen, sondern eine Aneinanderreihung einfacher Fehler des anderen Spielers, die sich sich in Breaks und Rebreaks niederschlug.


Allein in Satz eins produzierten Zverev und Basilashvili 17 bzw. 24 sogenannte unerzwungene Fehler. Gerade mit einer Führung im rücken ließ auch der Aufschlag des Deutschen immer wieder zu wünschen übrig. Teilweise stimmte das Timing von Ballwurf und Ausholbewegung ganz und gar nicht. Trotz aller Fehlerhaftigkeit des eigenen Spiels und dem entsprechenden Ärger darüber gelang es Zverev dann aber doch, sich im zweiten Versuch den Satz bei eigenem Aufschlag mit 7:5 zu sichern.

Zverev verpasst die Chance auf den glatten Zweisatzerfolg

Auch der Satzgewinn gab der Nummer sieben der Weltrangliste kein entscheidendes Plus an Sicherheit. Immerhin schaffte er es aber, ein frühes Break Basilashvilis sofort zu kontern. Bei 4:4 war es dann wieder der Georgier, der mit einer Reihe wilder Fehler bei den Grundschlägen die Breakbälle für Zverev auf dem Silbertablett servierte. Dieser ließ aber gleich vier Chancen ungenutzt, die Weichen Richtung Sieg zu stellen. Drei Spiele später sah er sich dann plötzlich selbst einem Breakball ausgesetzt, der erstens auch ein Satzball war und zweitens durch eine für den zum Volley bereit stehenden Zverev unglückliche Netzberührung des Balles beim Passierball den Satzgewinn für Basilashvili perfekt machte. 

Déjà-vu in Satz drei
Zverev zeigte sich zunächst unbeeindruckt und ging dritten Durchgang sofort mit einem Break in Führung. Wie in seiner Heimatstadt erwies sich aber auch jetzt wieder, wie fragil es im Moment um das Nervenkostüm des gebürtigen Hamburgers bestellt ist. Schon dort hatte er im dritten Satz die besseren Möglichkeiten gehabt, dass Spiel vorzeitig für sich zu entschieden. Und auch heute glitt im die Führung wieder aus den Händen. So ging auch die Revanche-Partie in den finalen Tiebreak. Doch diesmal hatte Zverev dann mit viel Mühe und Glück das bessere Ende für sich und holte sich trotz zweier seiner insgesamt gleich fünfzehn Doppelfehler das Match mit einem 7-5. 

(Bild: (c) imago images / MIS)

          

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Christian Schwell
am 08.08.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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