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US Open: Andrea Petkovic über Freunde - "Betrunken in einer Bar"

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30.08.2019|10:00 Uhr|von Henrike Maas
US Open: Andrea Petkovic über Freunde - "Betrunken in einer Bar"

Andrea Petkovic liebt New York. Passen ja auch gut zusammen, die Stadt, die niemals schläft, und "Petko" mit ihrem umtriebigen Geist. So war es auch meist eher der Kopf, der es der 31-Jährigen in ihrer Tenniskarriere schwer gemacht hat. Zu viel nachgedacht, zu wenig im Moment gewesen. Aber das hat sich in den letzten Monaten geändert. Seit einiger Zeit sieht man eine andere Andrea Petkovic auf dem Platz. Eine, die bei sich bleibt, und einfach ihr Tennis spielt.

Verbesserter Aufschlag für mehr Sicherheit

Das war, laut Petkovic selber, auch einer der Schlüssel, warum sie in der zweiten Runde der US Open gegen Petra Kvitova so überzeugen konnte. "Die Einstellung war gut", sagte sie im Eurosport-Interview mit Barbara Rittner und Birgit Nössing. "Ich war bei mir. Die wenigen Chancen, die einem ein Champion wie Kvitova gibt, sollte man nutzen, und das habe ich heute getan". Eine ziemlich akkurate Analyse des Matches, bei dem der spielerische Unterschied zwischen Kvitova und Petkovic nicht wirklich groß war. Allein die Tatsache, dass die Deutsche in den entscheidenden Momenten mental besser drauf war, war die Ursache für Sieg und Niederlage. 

Hinzu kam zudem die sehr solide Aufschlagleistung von Andrea Petkovic. Ein Aspekt ihres Spiels, an dem die ehemalige Nummer 9 der Welt weiter gefeilt hat. Nie eine wirklich gute, aber auch nie eine komplett schlechte Aufschlägerin ist sich Petkovic ihres Service nun sicherer als zuvor. "Ich muss nicht mehr über jede Kleinigkeit meines Aufschlags nachdenken", sagte sie dazu im Eurosport-Interview. Eine neue Sicherheit, die sich auch gegen Kvitova bezahlt gemacht hat. So konnte die Deutsche im zweiten Satz bei 4-beide in einem nervenaufreibenden Servicegame zum 5:4 halten und damit den Grundstein für den Sieg legen. Und das in vollem Bewusstsein: "Bei 4:4 habe ich gedacht: Okay Andrea, wenn du das Spiel jetzt hälst, dann wird sie einen kleinen Dip haben und dann hast du eine Chance". Gesagt, getan. 

In Ruhe genießen

Abheben wird sie trotz des Sieges gegen Petra Kvitova nun aber nicht. Auch das hat sie gelernt. Sie selbst wollte den Sieg eher etwas ruhiger genießen. "Ich freue mich. Aber ich bilde mir jetzt nicht ein, dass ich Roger Federer bin", sagte Petkovic. Im "Herbst der Karriere" wolle sie Momente wie diese einfach etwas bewusster wahrnehmen. Für ihre Freunde kann Andrea Petkovic dahingehend aber weniger garantieren. Denn die hatten unmittelbar nach dem Matchball wohl schon in den Partymodus umgeschaltet. "Die sitzen wahrscheinlich schon betrunken in einer Bar."

Mit oder ohne Feier, dank ihrer starken Leistung darf "Petko" nun noch ein paar Tage länger in der Stadt bleiben, in der sie mit ihrem Freund ein Appartement in Brooklyn bezogen hat. Geht es nach ihr, kommt sie noch viele Jahre nach New York. "Solange ich Spaß habe und mein Körper mitmacht, will ich noch spielen." Erst einmal geht es für sie am Samstag gegen Elise Mertens aus Belgien weiter.

(Bild © imago images / Hasenkopf | Text: Maas / dpa)

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Henrike Maas
am 30.08.2019 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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