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US Open: Sensationell - Köpfer knackt auch Basilashvili!

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31.08.2019|02:30 Uhr|von Christian Schwell
US Open: Sensationell - Köpfer knackt auch Basilashvili!

Dominik Köpfer (ATP 118) hat nach drei Siegen in der Qualifikation auch sein drittes Match im Hauptfeld der US Open gewonnen und damit das Achtelfinale erreicht. Der im amerikanischen College-Tennis ausgebildete Deutsche schlug sensationell mit Nikoloz Basilashvili die Nummer 18 der Weltrangliste in vier Sätzen mit 6:3, 7:6(5), 4:6, 6:1. Und feierte damit den mit Abstand größten Erfolg seiner Karriere.   

Basilashvili  mit zu vielen Fehlern zu Beginn

Wie es meist in seinen Matches der Fall, übernahm zunächst der Georgier mit seinen brachialen Grundschlägen die Initiative. Allerdings gelang es Köpfer sehr gut, durch enormen läuferischen Aufwand und Variabilität in seinen spielerischen Antworten Basilashvili nicht zu oft zu einfachen und schnellen Punktgewinnen kommen zu lassen. Stattdessen überdrehte der 18. der Weltrangliste oft im Bemühen, in den Ballwechseln eine Entscheidung herbei zu führen. So ging der erste Durchgang verdient mit 6:3 an den Deutschen. 

Köpfer mit der 2:0-Satzführung

In Satz zwei sah es dann aber so aus, als würden sich die Kräfteverhältnisse jetzt in Richtung des großen Favoriten verschieben. Zwar breakte Köpfer noch sofort im ersten Spiel, Danach gelang es Basilashvili aber, seine Fehleranfälligkeit von der Grundlinie zu reduzieren. Der Hamburg-Sieger wirkte jetzt ruhiger und schloss die Punkte, statt nur auf Schüsse von der Grundlinie zu setzen, auch mal durch klug gesetzte Netzangriffe ab. So holte er sich nicht nur das Rebreak, sondern ging selbst mit 5:2 in Führung

Gerade als es so aussah, als hätte der 27-Jährige das Match in den Griff bekommen, stieg seine Fehlerquote aber wieder an. Köpfer nutze diese Gelegenheit, glich zum 5:5 aus und behielt dann auch im Tiebreak die Nerven. Nach knapp anderthalb Stunden war eine 2:0-Satzführung perfekt und ein Achtelfinaleinzug des 25-jährigen Qualifikanten keine Utopie mehr, sondern eine durchaus realistische Option. 

Die zweite Aufholjagd wird nicht belohnt

Vielleicht war es genau der Gedanke an diese Chance, die dem Linkshänder im Anschluss ein wenig der Konzentration auf das Match raubte. Jedenfalls fing er sich auch zu Beginn des dritten Satzes sofort einen Aufschlagverlust ein.  Wieder rannte er stoisch gegen den Rückstand an und ließ Basilashvili nicht weiter davon ziehen. Und wieder hatte er zunächst Erfolg. Bei  3:4 nutzte er nach drei vergeblichen Anläufen eine vierte Breakchance und glich aus. Diesmal sollte die Aufholjagd aber vergeblich sein, denn ein zunehmend von den vielen Matches der letzten Tage gezeichnet wirkender Köpfer verlor die nächsten beiden Spiele in Folge und damit auch den dritten Satz.     

Mit einer Energieleistung doch zum Sieg

Genau dann aber bewies der Schwarzwälder sein enormes Kämpferherz. Köpfer stemmte sich dagegen, von Basilashvili direkt zu Beginn des vierten Durchgangs abgehängt zu werden. Stattdessen bekam er selbst die zweite Luft und zog nach einem zwischenzeitlichen 1:1 mit einer Energieleistung unwiderstehlich zum 5:1 durch. Im Aufschlagspiel zum Matchgewinn demoralisierte er Basilashvili endgültig durch gleich drei Asse. Im Achtelfinale kommt es für ihn nun zum Duell mit dem Weltranglistenfünften Daniil Medvedev (Russland), der seine Drittrundenpartie  gegen Feliciano Lopez aus Spanien ebenfalls in vier Durchgängen für sich entscheiden konnte. 

 (Bild: (c) imago images / Paul Zimmer)           

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Christian Schwell
am 31.08.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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