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Federer: “Ich habe diesen Scheiß zu oft gehört”

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31.08.2019|10:00 Uhr|von Christian Schwell
Federer: “Ich habe diesen Scheiß zu oft gehört”

Viel Raum für kritische Nachfragen gab es gestern nach dem Sieg des 20-fachen Grand-Slam-Siegers über den Briten Dan Evans eigentlich nicht. Im Gegensatz zu den ersten beiden Runde hatte Federer ohne Startschwierigkeiten in drei glatten Sätzen gewonnen und ganz ohne Mühe das Achtelfinale erreicht. 

In den anschließenden Pressekonferenzen wurde dann aber versucht, die relative Problemlosigkeit des Sieges in einen Zusammenhang mit der Ansetzung zu bringen. Während Federer schon am Mittwoch seine zweite Runde spielte, hatte Evans erst am frühen Donnerstagabend seine Match gegen Lucas Pouille nach vier harten Sätzen beenden können. Und wurde dann, weniger als 24 Stunden später, gegen Federer am Freitagmittag wieder auf den Platz geschickt. 

"Glaubst du, dass ein Kerl mit meinem Ranking da irgendwas zu sagen hat?"

Evans selber bezeichnete diese Entscheidung als unglücklich und betonte, dass es gut für ihn gewesen wäre, nach der harten Partie gegen Pouille nicht sofort wieder im ersten Match ran zu müssen. Gefragt, ob er die Organisatoren um einen späteren Start gebeten habe, reagierte die 58 der Welt mit einem Lächeln: "Glaubst du, dass ein Kerl mit meinem Ranking da irgendwas zu sagen hat?", fragte Evanz zurück und fügte an: "Drei oder vier Leute haben in diesem Turnier kommen da vielleicht zu Wort."   

Federer ist von der Diskussion genervt

Als wiederum in Federers Pressekonferenz angesprochen wurde, ob er vielleicht einer dieser Profis mit Mitsprachrecht sei und das auch nutzt, reagierte der 38-Jährige für seine Verhältnisse ungewöhnlich genervt. Auf die Frage, ob er die frühe Startzeit für sein Match angefragt habe, sagte der Schweizer: "Ich kann mich nicht erinnern, dass ich  um etwas gebeten hätte.  Vielleicht dachte ich, dass es schön sei, in der Sonne zu spielen." Federer betonte aber, dass er nicht mit Absicht seinen Vorteil gesucht hätte und dass er auch nicht wisse, ob jemand aus seinem Team einen Wunsch geäußert hätte.

"Ich habe diesen Scheiß zu oft gehört!

"Es ist nicht so, dass ich immer bekomme, was ich will", erläuterte ein sichtbar gereizter Federer und verwies vielmehr auf die Macht der amerikanischen TV-Sender in dieser Frage. Um dann noch mal verbal nachzulegen: "Ich habe diesen Scheiß zu oft gehört!" Mit einem sarkastischen "Ich spiele auch, wenn sie mich um 04:00 Uhr morgens ansetzen", beendete der Maestro schließlich eine Diskussion, die ihm offensichtlich schon länger schwer auf die Nerven geht.

(Bild: (c) imago images / ZUMA Press)
       

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Christian Schwell
am 31.08.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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