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"Rafa" setzt die Grenzen der Physik außer Kraft

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03.09.2019|04:10 Uhr|von Christian Schwell
"Rafa" setzt die Grenzen der Physik außer Kraft

Die ersten drei  Runden bei den diesjährigen US Open hatten Rafael Nadal (ATP 2) vor keine großen Probleme gestellt. Es gab nicht nur den Walkover wegen Verletzung gegen Thanasi Kokkinakis, auch die beiden Partien, bei denen er gegen John Millman und Hyeon Chung tatsächlich auf den Platz musste, endeten in ungefährdeten Dreisatzsiegen. Das war im Achtelfinale gegen den Kroaten Marin Cilic (ATP 23) anders. Cilic forderte den Spanier zwischenzeitlich, aber Nadal bestand den Test bravourös. Am Ende siegte er in vier Sätzen mit 6:3, 3:6, 6:1, 6:2.

Cilic spielt einen ganz starken zweiten Satz

Nachdem Nadal den ersten Satz noch recht sicher gewonnen hatte, drehte Cilic in Satz zwei mehr und mehr auf. Zeitweise erinnerte nicht mehr viel an die Version des 30-Jährigen, die in den letzten 8 Monaten so unbefriedigende Ergebnisse eingefahren hat, dass er von Platz sieben im Ranking bis jenseits der 20 abgerutscht ist. Vielmehr spielte Cilic in dieser Phase der Partie sehr erfolgreich und qualitativ hochwertig die taktische Kombination aus harten Aufschlägen aggressiven Vorhänden, die ihn auch zu seinen besten Zeiten ausgezeichnet hat.

Ab Satz drei schlägt Nadal im Stile eines Champions zurück

Nadal wirkte von der Leistungssteigerung des US-Open-Siegers von 2014 in Satz zwei sichtlich beeindruckt und fand zeitweise wenig Mittel gegen das dominante Spiel seines Gegners. Ab Satz drei nahm er die Herausforderung aber im Stile eines Champions an. Nach einem 1:1-Zwischenstand schaffte es der 33-Jährige, gleich mehrere Gänge hochzuschalten. Er attackierte gerade die zweiten Aufschläge Cilics wieder sehr viel erfolgreicher und zog unwiderstehlich und mit teilweise hochspektakulären Punktgewinnen zum 6:1 und der erneuten Satzführung davon. 

Im vierten Durchgang schaffte es Nadal dann durch zwei weitere schnelle Breaks seinem Gegner endgültig den Zahn zu ziehen. erst nach satzübergreifend 9 Spielverlusten in Folge gelang es Cilic, diesen Lauf zu stoppen. Für eine Wende war es da aber gegen einen inspiriert agierenden Nadal längst zu spät.

Nach zwei Stunden und 52 Minuten Spielzeit konnte der Sieger von 2010, 2013 und 2017 den Einzug ins Viertelfinale der diesjährigen US Open feiern, wo er auf den Argentinier Diego Schwartzman (ATP 21) trifft. Den Schlusspunkt setzte "Rafa" übrigens mit einem überragenden "Around the Net"-Schlag beim vorletzten Punkt. Allererste Klasse.

(Bild: (c) imago images / MediaPunch)          

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Christian Schwell
am 03.09.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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