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US Open: Fünfsatz-Krimi - Grigor Dimitrov ringt Roger Federer nieder

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04.09.2019|04:45 Uhr|von Christian Schwell
US Open: Fünfsatz-Krimi - Grigor Dimitrov ringt Roger Federer nieder

Ein am Ende der Partie merklich angeschlagener Roger Federer hat sein Viertelfinale bei den US Open verloren. Gegen Grigor Dimitrov (ATP 78), der über weite Strecken stark spielte aber im fünften Satz auch vom Handicap seines Gegners zu profitieren schien, musste sich der die Nummer drei der Welt mit 6:3, 4:6, 6:3, 4:6, 2:6 beugen. 

Dimitrov steigert sich nach schwierigem Beginn

Der Bulgare fand dabei zunächst aber schlecht in diese Partie, schien mit den Umständen zunächst nur schwer klar zu kommen. Erstmals in diesem Turnier im Arthur Ashe Stadium angesetzt, dazu gegen den großen Roger Federer, gegen den er auch in Zeiten, in denen er sehr viel besser in der Weltrangliste platziert war, in sieben Duellen immer den Kürzeren gezogen hat - die aktuelle Nummer 78 im Ranking lag schnell mit Break zurück.  

Dann aber deutete sich schon mehr und mehr an, dass dieses Match für den Schweizer nicht zu  einem ähnlichen Spaziergang werden würde wie das Achtelfinale gegen David Goffin, Zwar transportierte er den Vorsprung noch erfolgreich durch den ersten Satz, schon jetzt kam Dimitrov aber besser ins Spiel und konnte die Partie mehr und mehr auf Augenhöhe gestalten.

Im zweiten Satz schlug er dann bei 3:2 zu und holte sich sein erstes Break. Als er anschließend bei 5:3 ausgerechnet mit einem Doppelfehler Federer wieder in den Satz zurückkommen ließ, sah vieles  danach aus, als könnte Federer sich doch noch die beruhigende 2:0-Satzführung sichern. Dass er direkt danach den Gegner wieder vom Haken ließ und Dimitrov mit einen weiteren Aufschlagverlust den Satzgewinn ermöglichte, zeigte aber, dass Federer zu diesem Zeitpunkt nicht ganz auf der Höhe seines spielerischen Schaffens agierte. 

Der Schweizer holt sich ein zweites Mal die Satzführung

Tatsächlich sah Dimitrov dann auch in den ersten Spielen des dritten Satzes wie der etwas bessere Spieler aus, zumal sich in die Grundschläge Federers doch einige Rahmentreffer einschlichen. Dann aber servierte die ehemalige Nummer drei der Welt dem Schweizer erneut ein Break per Doppelfehler auf dem Silbertablett- ein Geschenk, dass sich als fatal erweisen sollte, denn nachdem Dimitrov anschließend Chancen zum Rebreak vergeben hatte, holte sich Federer mit einem weiteren Aufschlagdurchbruch die 2:1-Satzführung.

Federer findet nicht dauerhaft zu seinem Spiel

Alle Fans mit der Hoffnung, dass das dem "Maestro" nun endlich dauerhaft Sicherheit und Souveränität geben würde, sahen sich aber getäuscht. Ein weiterhin nach deinem "A-Game" suchender Federer geriet in Satz vier sofort wieder in Rückstand. Zwar blieb er Dimitrov anschließend auf den Fersen und machte gleich sieben weitere Breakchancen zunichte, schaffte es aber andererseits nicht, die sich die ihm zum Ende des Satzes bietenden Möglichkeiten zum 5:5 auszugleichen zu nutzen. Stattdessen musste er tatsächlich den Satzausgleich hinnehmen.

Ab Satz fünf wirkt Federer körperlich gehandicapt

Vor Beginn des Entscheidungssatzes ließ sich der 38-Jährige dann zunächst außerhalb des Platzes am Rücken behandeln. Nach acht Minuten wurde die Partie wieder aufgenommen. Federer wirkte jetzt merklich gehandicapt, bewegte sich nicht gut und verlor mit vielen leichten Fehlern gleich zweimal sein Service. Nach mehr als drei Stunden Spielzeit war sein Traum vom sechsten US-Open-Erfolg auf bittere Art und Weise ausgeträumt, während Dimitrov erstmals im Halbfinale des Turniers steht.

Der Bulgare schwärmte: "Ich spüre das pure Glück!"


(Bilder: (c) imago images / Paul Zimmer)        

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Christian Schwell
am 04.09.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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