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US Open: Daniil Medvedev erstmals im Grand-Slam-Finale - 50. Sieg 2019

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07.09.2019|00:55 Uhr|von Dennis Ebbecke
US Open: Daniil Medvedev erstmals im Grand-Slam-Finale - 50. Sieg 2019

Mit seinem 50. Sieg im Jahr 2019 hat Daniil Medvedev gleichzeitig seinen ersten Einzug in ein Grand-Slam-Finale perfekt gemacht. Der Russe, der in den vergangenen zwei Wochen in New York nicht nur gutes Tennis, sondern auch mit den Emotionen des Publikums gespielt hat, bezwang im Halbfinale Grigor Dimitrov mit 7:6 (5), 6:4, 6:3.

Obwohl der Bulgare direkt sein erstes Aufschlagspiel im Match zu Null abgegeben hatte, war der Gewinn des ersten Satzes von Medvedev schon etwas überraschend, da Dimitrov in dieser Phase eigentlich der bessere Spieler war. Der Federer-Bezwinger, der als Weltranglisten-78. in die US Open gegangen war, konnte mehr Winner erzielen und agierte entsprechend druckvoller.

Medvedev als Spielverderber im zweiten Satz

Allerdings haderte er zum Schluss des Satzes mit seinen nicht mehr vorhandenen Challenges und wirkte nervöser. Zur Verunsicherung mag auch Dimitrovs Tiebreak-Bilanz in diesem Jahr beigetragen haben, die nach diesem Satzverlust bei 8:15 lag, während Medvedev seine Bilanz auf 20:8 ausbaute.

Medvedev lieferte wie üblich das gesamte Spektrum ab (einschließlich vieler Doppelfehler, acht an der Zahl) und blieb in den entscheidenden Momenten cool. So auch im zweiten Satz, als er nach dem 0:1 direkt das Re-Break schaffte und bei seinem Gegenüber gar nicht erst einen Lauf aufkommen ließ. Ein Spielverderber, wie er im Buche steht - zumindest aus Sicht des Bulgaren.

Dieses Re-Break war eine Schlüsselszene, denn der ATP-Finals-Sieger von 2017 fiel danach in ein kleines emotionales Loch. Zwar erholte er sich kurzzeitig und hatte großen Anteil an der besten Tennis-Phase des gesamten Matches, allerdings scheiterte er letztlich - wie so oft - an seinen Nerven. In einem unglaublich langen Aufschlagspiel bei 4:5 aus Sicht Dimitrov nutzte er seine vielen Spielbälle nicht, während dem Russen ein Breakball zum Satzgewinn reichte.

Nervenstärke schlägt Fitness

Der fittere Spieler im ersten Halbfinale war grundsätzlich Dimitrov. Dessen Gegner stand nicht nur bei diesem Turnier bis dato länger auf dem Platz, sondern auch im Vorfeld des Grand Slams, als Medvedev Cincinnati gewann und in Montreal sowie in Washington das Finale erreichte. Entscheidend war jedoch nicht die Physis, sondern die Psyche. Und diesbezüglich hatte der Weltranglistenfünfte Vorteile.

Auch im dritten Satz wurde das deutlich. Spätestens nach dem Break zum 3:1 sprach alles für Medvedev, der sein erstes Major-Finale perfekt machte und dort entweder auf Rafael Nadal oder Matteo Berrettini trifft.

Nach seinem Erfolg im Halbfinale hatte der strahlende Sieger dann auch noch ein überraschendes Geständnis parat: "Ich liebe die USA!" Wer hätte das nach den Ereignissen der vergangenen Tage gedacht, als sich Medvedev mit dem New Yorker Publikum anlegte?

(Bild © imago images / MediaPunch)

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Dennis Ebbecke
am 07.09.2019 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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