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US Open: Rafael Nadal zieht Shootingstar Matteo Berrettini den Zahn

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07.09.2019|04:05 Uhr|von Dennis Ebbecke
US Open: Rafael Nadal zieht Shootingstar Matteo Berrettini den Zahn

Sein Trainer Carlos Moya hatte vor Rafas Halbfinale gegen Matteo Berrettini vor dem Italiener gewarnt und diesen als "sehr gefährlich" eingeschätzt. Wer vor allem den ersten Satz gesehen hat, der wird dem Coach Recht geben müssen.

Letztendlich konnte sich Rafael Nadal im Hexenkessel Arthur Ashe mit 7:6 (6), 6:4, 6:1 durchsetzen und seinem Traum vom 19. Grand-Slam-Titel in seiner Karriere einen großen Schritt näher kommen. Doch auch wenn das Match in drei Sätzen entschieden wurde, war es keineswegs ein Selbstläufer.

Nadal vergibt neun Breakbälle, ehe er den zehnten nutzen kann

Im ersten Satz gelang es Berrettini, insgesamt sechs Breakbälle seines Gegners abzuwehren und sich im Tiebreak selbst zwei Satzbälle zu erarbeiten. Teils aufgrund der Nervosität in seinem bis dato größten Match, teils aufgrund der Erfahrung Nadals zog der Italiener hier allerdings den Kürzeren. In einem emotionalen, jedoch nicht immer hochklassigen Halbfinale, ließ sich der Römer seine Enttäuschung über die verpasste Chance zunächst nicht anmerken und wehrte weiterhin fleißig Breakbälle ab.

"Rafa" musste sich bis zu seinem zehnten (!) Breakball gedulden, ehe er im zweiten Satz die wichtige 4:3-Führung erzwingen konnte. Ab diesem Moment machte sich erstmals die Müdigkeit von Berrettini bemerkbar, der im Vergleich zu Nadal in New York deutlich länger auf dem Platz stand. Alleine der Fünfsatz-Krimi gegen Gael Monfils im Viertelfinale hatte dem Italiener Kräfte geraubt, während der Spanier im Turnier nur einen Satz abgab und in Runde zwei von einem Walkover profitierte.

Südeuropäisches Flair auf Arthur Ashe

So mutig der zehn Jahre jüngere Überraschungsspieler der US Open auch begann, so deutlich wurde im Verlauf des Matches der Unterschied, auch wenn Nadal - wie bereits zuvor gegen Diego Schwartzman - nicht sein allerbestes Tennis spielte.

Der guten Stimmung auf dem Arthur Ashe tat dies zunächst keinen Abbruch, das südeuropäische Flair versetzte die US-amerikanischen Tennis-Fans insbesondere im engen ersten Satz zeitweise in Exstase. Danach flaute die Euphorie jedoch deutlich ab, weil "Rafa" seinem Gegner den Zahn ziehen konnte. Nach dem zweiten Satz verließen viele Zuschauer ihre Plätze und verpassten den letztlich dominanten Einzug des 33-Jährigen ins Endspiel von Flushing Meadows.

Dennoch: Berrettini kann auf ein unglaubliches Turnier zurückblicken, das ihn bis auf Rang 13 der ATP-Weltrangliste führen wird. Bei Nadal spricht vieles dafür, dass er im Finale gegen Daniil Medvedev noch mehr gefordert wird, der sich souverän in drei Sätzen gegen Grigor Dimitrov durchsetzen konnte.

(Bild © imago images / PanoramiC)

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Dennis Ebbecke
am 07.09.2019 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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