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ATP Peking: Murray kämpft sich ins Viertelfinale

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02.10.2019|09:40 Uhr|von Christian Schwell
ATP Peking: Murray kämpft sich ins Viertelfinale

Der ehemalige Weltranglistenerste Andy Murray (ATP 503) demonstriert beim Turnier von Peking weiterhin seine spielerischen Fortschritte. Nachdem er in der ersten Runde den US -Open-Halbfinalisten Matteo Berrettini (ATP 13) schlagen konnte, setzte sich der Brite heute mit 7:6, 6:7, 6:1 gegen seinen 24-Jährigen Landsmann Cameron Norrie (ATP 69) durch. Damit steht der zweimalige Wimbledonsieger zum ersten Mal seit seit seinem Einzel-Comeback mit Hüftprothese im Viertelfinale eines ATP Turniers.  

Erneut der Tiebreak

Murray scheint sich in China zum Tiebreak-Spezialisten zu entwickeln. Wie die beiden Sätze gegen den Italiener Berrettini ging auch der erste Satz gegen Norrie in diese finale knappe Entscheidung. Diesmal allerdings eher zum Missfallen Murrays, der zuvor bei 5-3 verpasst hatte, den Durchgang sicher nach Hause zu servieren. Im Tiebreak ließ er dann, nachdem er ein  1-3 zu einer 6-3-Führung verwandelt hatte, erneut Chancen zur Satzführung liegen. Schließlich nutzte er dann aber doch seinen vierten Satzball zum 8-6.

Murrays Formkurve zeigt nach oben - seine Laune nicht immer

Der 32-Jährige präsentierte sich wie schon in seinen bisherigen drei Matches in China (vor Peking hat er schon zwei Matches in Zhuhai bestritten) im Vergleich zu den ersten Einzel-Auftritten in Nordamerika mit mehr Vertrauen in seine Beweglichkeit, die sich dann über eine verbesserte Stellung zum Ball auch in mehr Power und Präzision in seinen Grundschlägen widerspiegelt. Der Schotte ist nicht mehr so leicht in aussichtslose defensive Situationen zu drängen wie noch vor einigen Wochen. Murray selbst hat sein aktuelles Leistungsvermögen vor einigen Tagen als das eines Spielers der Top 70 eingeschätzt, gegen die aktuelle Nummer 69 der Welt bestätigte er diesen Eindruck, obwohl selbst keinesfalls immer mit seinem Spiel zufrieden war und das auch seiner Box explizit mitteilte. "Sir Andy" mag vom spielerischen Niveau her noch lang nicht wieder der Alte sein - die Kommunikation mit seinem Team hat längst wieder das alte sarkastische Level erreicht.   

Den vierten Tiebreak in Folge verliert der Schotte

In Satz zwei verpasste es der dreifache Grand-Slam-Champion dann, mit frühen Breakmöglichkeiten die Weichen zügig weiter Richtung Sieg zu stellen. Stattdessen nutzte Norrie seine Chance und zog relativ aus dem Nichts auf 5:2 davon. Murray kämpfte sich in dieser kritischen Phase aber zurück ins Match, wehrte bei 4:5 einen Satzball ab und führte die Partie in einen weiteren Tiebreak, sein vierter in Folge. Diesmal verließ in aber das Glück und die spielerische Linie, nach einem 4-7 musste er in den dritten Durchgang. 

Der dritte Satz ist ein Schnelldurchgang

Im Entscheidungssatz fand Murray dann aber schnell zu seiner Linie zurück und präsentierte sich als der bekannte unermüdliche Kämpfer. Norrie konnte den Schwung des Satzausgleichs nicht nutzen, sondern kam im Gegenteil böse unter die Räder. Murray reihte Spielgewinn an Spielgewinn und entschied den dritten Satz schließlich deutlich mit 6:1 für sich.      

(Bild © imago images / AAP)

 


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Christian Schwell
am 02.10.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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