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ATP Finals in London: Die große Chance für Alexander Zverev

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03.10.2019|13:00 Uhr|von Christian Schwell
ATP Finals in London: Die große Chance für Alexander Zverev

Die Saison 2019 war für Alexander Zverev bisher eine ziemliche Enttäuschung. Statt wie geplant auf Grand-Slam-Ebene den endgültigen Durchbruch zu schaffen schwächelte er selbst auf den Brot-und-Butter-Turnieren der Tour und konnte weder an die Leistungen noch an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen. Dadurch verlor er auch in der Weltrangliste an Boden - der strahlende Sieger bei den Tour Finals des letzten Jahres zehrt als aktuelle Nummer sechs der Welt immer noch von den Punkten aus 2019. In der Jahreswertung, dem "Race to London", ist er dagegen im Moment nur an Position zwölf. Und damit vier Plätze von einer erneuten Teilnahme am Abschlussturnier der Tour in der britischen Hauptstadt entfernt. 

Die Konkurrenz schwächelt in Peking

Mit Beginn des herbstlichen Asia-Swings mit diversen Turnieren in Fernost zeigt sich aber ein Silberstreif am Horizont der Final-Chancen für Zverev. In der aktuellen Turnierwoche ist der Deutsche einer der wenigen Akteure  aus dem Pool der Spieler, die sich noch ernsthafte Hoffnungen auf einen Startplatz in London machen, der weiter punkten kann. Kei Nishikori pausiert verletzt und die Konkurrenten Roberto Bautista Agut, Matteo Berrettini und Gael Monfils schwächelten in Peking gleich zu Beginn. Eine große Chance für Zverev, bei seinem Auftritt in der chinesischen Hauptstadt gegenüber diesen im Race vor ihm liegenden Profis Boden gut zu machen. 

Ein Turniererfolg würde Zverev nach vorne katapultieren

Ein Finalsieg in Peking würde Zverev so auch weit nach vorne katapultieren. Mit dann 2575 Punkten auf dem London-Konto wäre er plötzlich die Nummer sieben in der Jahresrangliste. Und dadurch zumindest vorläufig wieder im illustren Kreis der potentiellen acht Teilnehmer.  Aber Achtung! Trotz des souveränen Auftakterfolges gegen den Amerikaner Frances Tiafoe könnte es ein sehr steiniger Weg Richtung Finale werden.

Der Weg Richtung Finale ist anspruchsvoll

Schon in der nächsten Runde wartet am heutigen Donnerstag mit dem jungen Kanadier Felix Auger-Aliassime ein gefährlicher Hardcourt-Gegner, gegen den die deutsche Nummer eins schon beweisen muss, dass die Doppelfehler-Krankheit dauerhaft überwunden ist. Und im Erfolgsfall wird es durchaus nicht einfacher in Richtung Peking-Finale. Mögliche weitere Gegner wie Diego Schwartzman, John Isner, Stefanos Tsitsipas oder Nikoloz Basilashvili sind bei Zverev ganz und gar nicht mit rein positiven sportlichen Erinnerungen verknüpft. Es wird also viel Arbeit und eine weiter dauerhafte Stabilisierung der eigenen Leistung von Nöten sein, damit der 22-Jährige von der Steilvorlage der Konkurrenz auch wirklich profitieren kann und ein Happy End des Krisenjahres 2019 in London wahrscheinlicher werden lässt.          

(Bild (c) imago images / MediaPunch)

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Christian Schwell
am 03.10.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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