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WTA Peking: Barty wehrt den Großangriff der Petra Kvitova ab

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04.10.2019|09:00 Uhr|von Christian Schwell
WTA Peking: Barty wehrt den Großangriff der Petra Kvitova ab

Die French-Open-Siegerin Ashleigh Barty spielt ein überragendes Jahr, hat sich 2019 bereits 50 Matcherfolge gesichert und gibt auch in der Weltrangliste aktuell den Ton an.  Wenn es allerdings eine Spielverderberin auf der 2019er "Barty-Party" der Australierin gibt, dann war es  bisher Petra Kvitova (WTA 7). In den bisher schon drei Auflagen des Duells der beiden in diesem Jahr konnte sich die Tschechin in  Sydney und Melbourne durchsetzen. Das ist bemerkenswert, denn es ist in der aktuellen Saison bisher keiner anderen Spielerin gelungen, die Nummer eins mehrfach zu bezwingen.

Kvitova mit starkem Auftakt-Durchgang

Auch in der heutigen Viertelfinalpartie beiden in der chinesischen Hauptstadt gab sich die Linkshänderin bei eigenem Aufschlag zunächst lange keine Blöße und fand auch in ihren Return-Spielen oft die richtige Mischung aus viel Schnelligkeit und genügend Präzision in ihren Schlägen. Im ersten Satz holte sie sich das frühe entscheidende Break zum 3:2 mit zwei krachenden Returns in Folge. So sehr sich Barty bei im Vergleich zu den letzten Tagen kühlen Temperaturen in Peking auch bemühte: Ihre Versuche, Kvitova mit ihrer spielerischen Variabilität aus dem Power-Konzept zu bringen, waren zu selten von Erfolg gekrönt.      

Die Nummer eins nutzt ihre Chance zum Satzausgleich 

In Satz zwei verpasste die Tschechin dann gleich fünfmal die Möglichkeit, mit einem weiteren Break schnell endgültig auf die Siegerstraße zu gelangen. So konnte Barty den Durchgang  offen halten. Die richtigen Mittel, um Kvitova auch bei ihren eigenen Aufschlagspielen mal entscheidend unter Druck zu setzten fand sie aber weiterhin kaum, weil diese einfach zu druckvoll uns konsequent agierte. Das sollte sich aber mehr oder minder aus dem Nichts ändern, als Kvitova bei 4:5 mit dem Druck aufschlagen musste, gegen den Satzverlust zu servieren. Der erste Aufschlag der Nummer sieben der Welt verabschiedete sich plötzlich und Barty gelangen ein paar gute Punkte - der Satzausgleich, den wohl kaum jemand in dieser Form vorausgeahnt hatte, war die die direkte Folge.    

Am Ende ist Barty die frischere Akteurin

Barty gelang  es, den Schwung dieses Teilerfolgs in den Entscheidungssatz zu transportieren. Ein Match, das lange spielerisch von Kvitova geprägt worden war, entwickelte sich nun zu einer Partie auf Augenhöhe, in der die Australierin mehr und mehr den körperlich frischeren Eindruck machte. Nachdem beide Spielerinnen zu Beginn des dritten Satzes ihren Aufschlag verloren hatte, schlug die Nummer eins der Welt dann bei 4:3 entscheidend zu und erspielte sich entscheidende Führung. Anschließend nützte alle Gegenwehr Kvitovas nichts mehr: Nach drei vergebenen Matchbällen servierte Barty zum Halbfinaleinzug aus. Mit 4:6, 6:4, 6:3 und einer klaren Leistungssteigerung sicherte sie sich noch eine Partie, in der sie lange nur die zweitbeste Spielerin zu sein schien. Ein weiterer Beweis dafür, dass sie auch vom Kopf her zur Zeit zu den besten der Branche gehört.          

Für Barty ist es bereits die siebte Halbfinalteilnahme der Saison. Ihre morgige Gegnerin wird zwischen Elina Svitolina und Kiki Bertens ermittelt.   

(Bild. (c) imago images / ZUMA Press)

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Christian Schwell
am 04.10.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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