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ATP Shanghai: Platzt Zverevs Knoten gegen Roger Federer?

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11.10.2019|08:55 Uhr|von Christian Schwell
ATP Shanghai: Platzt Zverevs Knoten gegen Roger Federer?

Im Viertelfinale des Masters-Turniers von Shanghai kommt es  heute zum insgesamt siebten Duell zwischen Alexander Zverev und Roger Federer.
Während Federer wieder eine tolle Saison, der nur das i-Tüpfelchen namens Grand-Slam-Sieg fehlt, an so viele andere gereiht hat, durchlebt Zverev die erste größere sportliche Krise seiner Karriere. Zumindest wenn man sein Abschneiden 2019 in Relation zu seinen Vorjahresleistungen und den allgemeinen Erwartungen an seine weitere spielerische Entwicklung stellt.  

Noch kein Top-10-Erfolg für Zverev in diesem Jahr

Gerade die Entwicklung scheint in dieser Saison ins Stocken gekommen zu sein. Zu einer eher passiven Spielweise von der Grundlinie gesellten sich übers Jahr  hinweg massive Unsicherheiten in den Schlägen, die Vorhand und zuletzt  der Aufschlag ließen den Deutschen viel zu oft im Stich. Viele Matches wurden dadurch zu Kraftakten und Zitterpartien. Ein Sieg gegen einen Spieler der Top 10 wollte bisher das ganze Jahr nicht gelingen. Inakzeptabel, wenn man sich eigentlich selbst als festes Mitglied dieses Star-Ensembles sieht.

Platzt der Knoten ausgerechnet gegen Federer?

Nun soll dieser Knoten ausgerechnet gegen den großen Roger Federer platzen, damit die Hoffnungen des London-Titelverteidigers auf eine erneute Teilnahme beim Saisonfinale einen Schub bekommen. Zverev ist im Moment in der Jahreswertung auf dem achten und letzten Qualifikationsplatz für London und liefert sich im Viertelfinale heute auch ein Fernduell gegen den an Nummer neun liegenden Italiener Matteo Berrettini, der mit einem Sieg in seinem Match gegen Dominic Thiem die Chance hätte, Zverev weiter unter Druck zu setzen.

Dieser versucht im Gegenzug Punkte zu sammeln, indem er seinen insgesamt vierten Erfolg gegen Federer feiert. Die letzte Partie der beiden konnte Zverev ausgerechnet auf dem Weg zu seinem bisher größten Triumph im Halbfinale der ATP Finals für sich entscheiden. Jetzt wäre ein Sieg ein äußerst wichtiger Schritt dahin, überhaupt die Möglichkeit zu bekommen, den London-Titel und die dazugehörigen Punkte zu verteidigen. 

"Sehr, sehr schwierig"

Das dies in der jetzigen Situation ein schwieriges unterfangen wird, ist dem 22-Jährigen aus Hamburg klar. "Ich weiß, dass es gegen Roger sehr, seht schwierig werden wird",  war sich Zverev schon nach seinem Sieg gegen Andrey Rublev bewusst und betonte zusätzlich die Herausforderung, die das variable Spiel des Schweizers für ihn darstellt. Dass der zugunsten seines  "Management-Teamkollegen" zurücksteckt, damit ist nun wirklich nicht zu rechnen. Federer wird alles geben, um sein erstes Halbfinale auf der Tour seit Wimbledon zu erreichen und sich die Möglichkeit offen zu halten, den insgesamt vierten Titel in der chinesischen Metropole zu holen.   

(Bilder: (c) imago images)

      

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Christian Schwell
am 11.10.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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