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WTA Linz: Cori Gauff stürmt ohne Aufschlagverlust in ihr erstes Tour-Halbfinale

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11.10.2019|17:10 Uhr|von Christian Schwell
WTA Linz: Cori Gauff stürmt ohne Aufschlagverlust in ihr erstes Tour-Halbfinale

Erst Glück gehabt, jetzt das schon dreimal das Glück gezwungen und genutzt. Cori Gauff (WTA 110), die eigentlich schon im Finale der Qualifikation an der deutschen Tamara Korpatsch gescheitert war und über die Lucky-Loser-Regelung noch ins Hauptfeld von Linz gerutscht ist, steht in ihrem ersten WTA-Halbfinale. Das erst 15 Jahre alte Talent setzte sich in ihrer dritten Hauptrunden-Partie in Österreich gegen Kiki Bertens (WTA 8) aus den Niederlanden mit 7:6, 6:4 durch. Ein weiterer Meilenstein in der gerade erst anlaufenden Karriere des Lieblings der US-Medien, denn Gauff konnte damit erstmals gegen eine Top-10-Spielerin gewinnen.

Ein dominanter Tiebreak von Gauff           

Den gesamten mit vielen guten Ballwechseln gespickten ersten Durchgang über war es Cori Gauff, die immer wieder an Breakbällen schnupperte. Eine echte Breakchance erspielte sie sich aber nur einmal. Und die wurde dann von Bertens zunichte gemacht. So ging das Match in den Tiebreak, in dem sich solche Matchverläufe ja durchaus auch mal rächen. Die 15-Jährige schaffte es aber, ihre Überlegenheit über den Satz hinweg in die entscheidende Phase hinein zu retten. Mehr noch: mit gleich drei Minibreaks dominierte sie im Tiebreak noch mehr als zu vor und holte sich ihn schließlich deutlichst mit 7-1. 

Gauff bleibt ohne Aufschlagverlust gegen die Top-Spielerin Bertens

In Satz zwei kam Bertens dann bei Aufschlag von Gauff besser ins Spiel. Erstmals hatte auch die Niederländerin Chancen zum Break. Diese wurden aber von Gauff mit ihrem klugen und variablen Spiel erfolgreich zunichte gemacht. Auch anschließend agierte die Amerikanerin abgeklärter, als man es einer Spielerin ihres Alters gemeinhin zutrauen würde. Der Ertrag war das erste Break der Partie. Bertens versuchte viel und ging auch regelmäßig ans Netz, um der Partie eine Wende zu geben und sich die Chance auf weitere Punkte Richtung einer Qualifikation für das WTA Saisonfinale in Shenzhen zu erhalten. Gauff beeindruckte aber auch in Führung liegend und dem Matchende entgegen strebend weiter durch gute Aufschläge, gute Winkel in den Grundschlägen und viel Spielübersicht.

So gelang ihr das Kunststück, eine der zehn besten Spielerinnen der Welt in zwei Sätzen ohne Aufschlagverlust in die Knie zu zwingen. Es wird spannend sein zu sehen, ob es im Halbfinale der erfahrenen Andrea Petkovic gelingt, die selbstbewusste Youngsterin spielerisch entscheidender aus der Balance zu bringen.   

Bild: (c) imago images / ZUMA Press)                      

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Christian Schwell
am 11.10.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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