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Wahnsinn "Coco"! Cori Gauff gewinnt ersten WTA-Titel in Linz

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13.10.2019|15:50 Uhr|von Henrike Maas
Wahnsinn "Coco"! Cori Gauff gewinnt ersten WTA-Titel in Linz

Das Märchen Cori Gauff geht weiter. Die 15-jährige US-Amerikanerin krönt ihre Fabelsaison mit ihrem ersten WTA-Titel im Einzel. Sie besiegt im Finale von Linz Jelena Ostapenko mit 6:4, 1:6, 6:2 und macht damit dem Prädikat "Wunderkind" alle Ehre. Denn auch in ihrem ersten Endspiel auf Profilevel bewies die junge Spielerin wieder mal, was sie spielerisch aber vor allem mental schon alles leisten kann. Die 15-Jährige ist die jüngste Spielerin seit Nicole Vaidisova 2004 (ebenfalls mit 15 Jahren) die einen Einzeltitel holen konnte.

Gauff zum Auftakt souverän

Äußerlich ruhig und sehr abgeklärt in ihren Entscheidungen erwischte Gauff einen guten Start. Nachdem die US-Amerikanerin im ersten Spiel noch zwei Breakbälle abwehren musste, stabilisierte sie sich - wie schon im Match gegen Andrea Petkovic - schnell und drückte danach aufs Gas. So holte sich "Coco" dann auch direkt das Break von Jelena Ostapenko und machte danach alles richtig, um diesen Vorsprung zu bewahren. Besonders der Aufschlag war der 15-Jährigen dabei wieder eine große Hilfe und brachte ihr viele freie Punkte ein. Ostapenko hingegen erwischte wieder einmal eine ihrer wilden Phasen. Die Lettin ist dafür bekannt, mit viel Power und vor allem ohne Kompromisse zu spielen. Das kann besonders auf Hartplatz sehr gut funktionieren oder wie heute eben auch richtig schiefgehen. Die Streuung bei Ostapenko war enorm und ihr war anzusehen, dass sie nach dem anstrengend Halbfinale gegen Ekaterina Alexandrova nicht bei vollen Kräften war. Zwar stabilisierte sich die 22-Jährige zum Ende des ersten Satzes etwas, aber Cori Gauff machte die Tür souverän mit 6:3 zu. 

Ostapenko kämpft sich zurück

Doch wenn man sich bei Jelena Ostapenko neben ihrer Power auf eines verlassen kann, dann ist es der Kampfgeist. Die French Open-Siegerin von 2017 gibt niemals auf. Die gesteigerte Form vom Ende des ersten Satzes nahm die Lettin mit und machte Cori Gauff das Leben nun deutlich schwerer. Gauff hatte mit der nun immer besser funktionierenden Gegenwehr von Ostapenko, aber vor allem mit den eigenen Nerven zusehends zu kämpfen. Wahrscheinlich wurde der 15-Jährigen auf einmal bewusst, dass sie nur noch einen Satz von ihrem ersten Titel weg war. Denn so souverän wie sie den ersten Durchgang noch gestaltet hatte, so zerfasert agierte sie im zweiten. Fehler um Fehler schlich sich ein und auch die äußerliche Ruhe wich einer sichtbaren Unzufriedenheit. Mit 6:1 zwang Jelena Ostapenko die Partie in einen dritten Satz.

Doch wie Ostapenko kann auch eine Cori Gauff kämpfen. Ganz ihrer abgeklärten Art nach fand die 15-Jährige wieder zu ihrer Ruhe zurück und hatte dann noch den Umstand auf ihrer Seite. Denn bei 1:0, 30:40 traf die US-Amerikanerin die Linie, aber der Ball wurde vom Linienrichter ausgegeben. Stuhlschiedsrichterin Julie Kjendlie überstimmte richtigerweise und sprach Gauff - auch hier korrekt - danach das Spiel zu. Damit war Jelena Ostapenko nun mal gar nicht einverstanden und ging die Schiedsrichterin verbal an. Die verteilte daraufhin eine Verwarnung, aber auch ohne diese war Ostapenko erst mal raus aus dem Match. 5:0 ging Gauff in Front, ehe ihre Gegnerin das erste Spiel buchen konnte. Danach kamen bei der Teenagerin aber dann doch noch einmal die Nerven zum Tragen. Nach zwei vergebenen Matchbällen bei Aufschlag Ostapenko, gab sie zu Null ihr eigenes Service ab. Nur ein kurzes Hinauszögern des Triumphs, denn mit ihrem dritten Matchball machte Cori Gauff dann alles klar. Geschichte schreiben inklusive.

(Bild © imago images / GEPA pictures / Matthias Hauer)

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Henrike Maas
am 13.10.2019 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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