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WTA Luxemburg

WTA Luxemburg: Siegemund dreht die fast verlorene Partie gegen Kostyuk

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15.10.2019|14:35 Uhr|von Christian Schwell
WTA Luxemburg: Siegemund dreht die fast verlorene Partie gegen Kostyuk

Laura Siegemund (WTA 79) ist mit einem Kraftakt in die zweite Runde des Hallen-Events von Luxemburg eingezogen. Gegen die Ukrainerin Marta Kostyuk (WTA 162) gewann sie nach 2:5-Rückstand in Satz zwei noch mit 4:6, 7:5, 6:2.
 
Kostyuk ohne Hartplatz-Praxis vor dem Turnier 

Von der Papierform her war es die Deutsche, die als Favoritin in diese Partie ging. Als Nummer 79 der Welt und mit dem Hartplatz-Achtelfinale von Linz im Rücken traf Siegemund auf eine Gegnerin, die außerhalb der ersten 150 platziert ist und in den letzten Wochen noch sandige Socken hatte - Kostyuk hat seit Wimbledon bis Ende September nur Turniere auf roter Asche gespielt. 

Allerdings ist die 17-Jährige Ukrainerin trotzdem zweifelsfrei ein großes Talent und hat schon 2018 für Aufsehen gesorgt, als sie als 15-Jährige aus der Qualifikation heraus in die dritte Runde der Australian Open einzog. Auf Hartplatz. Zudem konnte sie sich schon in zwei Matches der Luxemburg-Qualifikation an die dortigen Bedingungen gewöhnen.

Ein einziges Break entscheidet einen ausgeglichenen Auftakt-Durchgang

So entwickelte sich dann auch zunächst eine ausgeglichene Partie auf dem blauen Geläuf im Großherzogtum. Kostyuk wehrte einen ganz frühen Breakball Siegemunds erfolgreich ab, danach brachten beide Ihre jeweiligen Aufschlagspiele relativ zügig durch. Beide versuchten sich übers On-Court-Coaching entscheidende Tipps zu holen, um als Returnspielerin  die Gegnerin entscheidender unter Druck setzen zu können. Von Erfolg gekrönt war diese Maßnahme dann allerdings nur bei der Youngsterin. Die breakte erstmalig. Und das zum besten Zeitpunkt, denn bei 5:4-Führung war der Aufschlagverlust Siegemunds gleichbedeutend mit der Satzführung für die Ukrainerin.

Kostyuk lässt es mental schleifen

Der Ausgang des ersten Satzes schien die Partie dann anschließend zunächst entscheidend Richtung Kostyuk zu drehen, denn die machte in Satz zwei genau da weiter, wo sie zuvor aufgehört hatte und breakte erneut. Danach verlor sie aber mental ihre Linie und ließ Siegemund wieder ins Match zurück. Die Ratschläge ihres Trainers Glen Shaap beim nächsten Coaching bezogen sich entsprechend dann auch weniger auf Grundschläge und mehr auf eine positive Grundhaltung zum Match.

Siegemunds Kämpferinnen-Qualitäten erwachen spät - aber nicht zu spät 

Die Ansprache fruchtete zunächst. Eine wieder mit mehr Fokus aufspielende Kostyuk holte sich die nächsten drei Spiele zum 5:2 und sah wie die sichere Siegerin aus. Dann aber wurde das Spiel wieder zur ukrainischen Kopfsache und Kostyuk ließ Siegemund zum 5:5 ausgleichen. Die entdeckte plötzlich ihre bekannten Kämpferinnen-Qualitäten. Und schaffte es, sich auch spielerisch zu steigern.

Siegemund dreht die Partie 

Eine konsternierte Kostyuk musste den Satzausgleich hinnehmen und hatte einer jetzt wieder mit viel Biss agierenden Gegnerin in der Folge nur noch wenig entgegen zu setzen. Erst bei  0:3 im Entscheidungssatz und gegen die Bürde von zwei weiteren Aufschlagverlusten anspielend erholte sie sich ein wenig vom Schock der verpassten Chancen in Satz zwei. Als Kostyuk sich auf 2:4 heranspielte und Laura Siegemund auch körperlich ein wenig schwächelte, sah es durchaus so aus, als könnte die jüngere Spielerin der Partie nochmal eine Wendung geben. Mit einem weiteren Break zum 5:2 aus ihrer Sicht schob Siegemund diesen Hoffnungen aber einen Riegel vor. Nach zwei Stunden und 20 Minuten Spielzeit war der Kraftakt dann vollbracht und Siegemund konnte sich darüber freuen, eine fast schon verlorene Partie doch noch gedreht zu haben.

(Bild: (c) imago images / GEPA pictures)

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Christian Schwell
am 15.10.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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