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WTA Luxemburg: Bravourös! Julia Görges siegt erneut nach Satzverlust

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17.10.2019|21:43 Uhr|von Dennis Ebbecke
WTA Luxemburg: Bravourös! Julia Görges siegt erneut nach Satzverlust

Sie kennt dieses Gefühl bereits vom Tag zuvor: Julia Görges musste auch im Achtelfinale von Luxemburg gegen einen Satzverlust ankämpfen - und vollbrachte erneut die Wende. Nach Misaki Doi hat die Bad Oldesloerin nun auch Sorana Cirstea aus Rumänien bezwungen - mit 4:6, 6:4, 6:4.

Mit Ausnahme des verlorenen Satzverlustes lief für Görges diesmal jedoch vieles anders. In Satz eins gelang ihr kein einziger Breakball und nur ein Ass. Zum Vergleich: Gegen Doi hatte sich die 30-Jährige noch 24 Breakbälle und 21 Asse erarbeiten können. An einen weiblichen Ivo Karlovic (so oder so ähnlich hatte sie am Tag zuvor der Trainer von Doi  bezeichnet und damit für einen Skandal gesorgt) erinnerte in dieser Phase wenig. Und das ist auch gut so, denn "Jule" kann viel mehr als "nur" gut aufschlagen!

Görges-Coach Gerlach fordert "mehr Rhythmuswechsel"

Mit solchen Vergleichen muss sich die ehemalige Top-Ten-Spielerin auch nicht ansatzweise auseinandersetzen. Vielmehr gab sie die Antwort auf dem Platz gegen eine starke, in der Weltrangliste 50 Plätze schlechter platzierte Gegnerin, auf spielerische Art und Weise. So wehrte die Titelverteidigerin zum Start des zweiten Satzes zwei Breakbälle ab. Im Anschluss streute sie tatsächlich auch wieder einige Asse ein, befolgte allerdings in erster Linie den Tipp ihres Trainers Jens Gerlach, der ihr nach dem Satzverlust geraten hatte, "mehr Rhythmuswechsel" einzubauen.

Genau das bereitete Cirstea im weiteren Verlauf sichtlich größere Schwierigkeiten, die "Jule" auszunutzen wusste. Beim Stande von 2:2 hatte die DTB-Spielerin dann endlich ihre erste Chance bei Aufschlag der Rumänin. Auch wenn sie diese noch nicht nutzen konnte, so brachte sie ihre Kontrahentin zum Nachdenken und wurde später mit einem Break zum 4:3 belohnt.

3. Satz: Die nervenstärkere Spielerin gewinnt

Den Satz beendete Görges übrigens stilecht ... mit einem Ass (ihrem fünften). Auch im dritten Satz erwischte Görges einen guten Start und konnte den vierten Breakball im ersten Spiel zu ihren Gunsten nutzen. Cirstea gab allerdings nicht auf und verhinderte mit einem Re-Break, dass das Momentum endgültig die Seite wechselte.

Danach entwickelte sich wieder ein Duell auf Augenhöhe, in dem Görges den einen oder anderen Breakball abwehren musste. Ausgerechnet bei 4:4 versagten bei der Rumänin jedoch die Nerven, als sie ihr wichtiges Aufschlagspiel zu Null und mit Doppelfehler abgab. Zu einem Selbstläufer wurde das Ausservieren dennoch nicht. Cirstea holte noch einmal alles aus sich heraus und erkämpfte sich sogar zwei Breakbälle. Doch "Jule" blieb cool - zum wiederholten Male in Luxemburg.

Die Titelverteidigerin trifft im Viertelfinale auf Monica Puig aus Puerto Rico, die sich in einem engen Match gegen Kristyna Pliskova durchsetzen konnte.

(Bild (c) imago images / Gerry Schmit)

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Dennis Ebbecke
am 17.10.2019 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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