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„Domi“-Wahnsinn in Wien! So lief der THIEMstag im Zeitraffer

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23.10.2019|14:30 Uhr|von Björn Walter
„Domi“-Wahnsinn in Wien! So lief der THIEMstag im Zeitraffer

Von Björn Walter aus der Wiener Stadthalle

Er ist Superstar, Topgesetzer und Turnierzugpferd in Personalunion. Dominic Thiem musste bei seinem ersten Auftritt in der Wiener Stadthalle eine gehörige Last schultern. Offenbar kein großes Problem für Österreichs Tennis-Aushängeschild. Mit 6:4, 7:6 (2) gewann er den mit Spannung erwarteten Erstrundenkracher gegen Jo-Wilfried Tsonga und genoss im Anschluss das Jubelbad in der Menge.Mit 6:4, 7:6 (2) gewann er den mit Spannung erwarteten Erstrundenkracher gegen Jo-Wilfried Tsonga und genoss im Anschluss das Jubelbad in der Menge.

myTennis hat den Publikumsliebling rund um das Match hautnah begleitet und spannende Details herausgekitzelt. Hier lest ihr im Zeitraffer, was alles am Thiemstag passiert ist:

+++ Mediaday (Montag, 15:00 Uhr)

Den Aufgalopp gab es bereits am Tag vor dem Match. „Es wäre eine große Enttäuschung, wenn ich hier nicht gut abschneide“, sagt Thiem im rappelvollen Pressezentrum der etwas in die Jahre gekommenen Multifunktionsarena.

Druck ja, Verkrampfung nein! „Mit jedem Jahr werde ich erfahrener. Dank der Hilfe des Publikums will ich eine paar Prozente mehr rausholen. In Kitzbühel habe ich das bereits gut hingekriegt“, blickt der Weltranglistenfünfte optimistisch voraus.

+++ Thiem schläft zu Hause

Um das Spielerhotel macht Thiem in diesem Jahr einen großen Bogen. Gegenüber myTennis-Reporter Matthias Stach outet sich der „Local Hero“ als Heimschläfer. Kurze Wege sind Trumpf! Dennoch soll die Rundumversorgung nicht leiden. Für eine physiotherapeutische Behandlung ist die Tür zum Appartment von Physio Alex Stober immer offen.

+++ Training vor dem Match (Dienstag, 11:00 Uhr)

Ausgeschlafen und gut gelaunt betritt Thiem die Stadthalle. Gemeinsam mit Gegner Tsonga, Toptalent Jannik Sinner und Kumpel Dennis Novak wird intensiv trainiert: Rückhand cross, Vorhand cross – alles im höchsten Tempo. Für ein paar Trickschläge durch die Beine bleibt dennoch Zeit. Thiem wirkt entspannt, lächelt viel, ärgert sich allerdings auch über seine Fehler beim Return: „Nein, nein, nein“, schallt es vom Center Court, nachdem er die Aufschläge von Novak nicht wie gewünscht im Feld platzieren kann.

Nicolas Massu hat noch nicht genug gesehen. Der Thiem-Coach zeigt den Turnierhelfern mehrfach mit seinen Fingern an, dass die ungewöhnlich lange Einheit um weitere zwei Minuten verlängert wird. Thiem gibt noch mal Vollgas und verlässt den Platz 12:08 Uhr direkt in Richtung Mittagessen.

+++ Match (Dienstag, 18:10 Uhr)

Vor ausverkauftem Haus wird der Lokalmatador mit ohrenbetäubendem Applaus empfangen. Thiem-Mania in der Wiener Stadthalle! Als ihm das richtungsweisende Break im ersten Satz gelingt, geht das Publikum erstmals so richtig steil. Gänsehaut pur!

Handy-Taschenlampen an, Hallenbeleuchtung aus, heißt es dann in der Satzpause. Auch nach der beeindruckenden Choreographie lässt sich Österreichs Nummer eins nicht mehr einfangen. Mit einem erleichterten Lächeln im Gesicht und der typischen Thiem-Faust feiert „Domi“ seinen ersehnten Auftakterfolg.

+++ PK nach dem Match (Dienstag, 20:30 Uhr)

„Ich hatte a bisserl Bammel“, gibt Thiem anschließend offen zu. Schließlich hatte er Tsonga zuvor noch nie geschlagen. Insbesondere die knappe Niederlage gegen den Franzosen vor sechs Jahren an gleicher Stelle, steckte noch im Hinterkopf.

Sei’s drum! Nach einem anstrengenden Tag hatte Thiem sogar noch die Muße, Matthias Stach seine Qualitäten als Reiseführer schmackhaft zu machen. „Wir würden uns hauptsächlich im ersten Bezirk aufhalten, zum Stephansplatz gehen und eine Führung durch den Stephansdom machen. Ich kenne auch ein paar gute Lokale. Nach unserem Spaziergang gehen wir in ein Café und essen ein Stück Sachertorte.“ Na dann: Guten Appetit!

(Bild (c) myTennis)

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Björn Walter
am 23.10.2019 gepostet von:
Björn Walter
Redakteur
Schlägt aus dem zweiten Stock auf, kennt gute Beinarbeit jedoch nur vom Hörensagen. Tennis-Allzweckwaffe mit Herz für amüsante Geschichten abseits des Centercourts. In Redaktionskreisen als Ein-Mann-La-Ola-Welle für Rafael Nadal erprobt. Auch aktiv mit Laufschuhen und Rennrad.

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