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ATP Basel: Struff scheitert am Dauerläufer De Minaur

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25.10.2019|20:00 Uhr|von Christian Schwell
ATP Basel: Struff scheitert am Dauerläufer De Minaur

Jan-Lennard Struff (ATP 41) hat es verpasst, nach den Turnieren von Stuttgart und Auckland ein drittes Mal in dieser Saison in das Halbfinale eines ATP-Turniers einzuziehen. Im Viertelfinale von Basel unterlag er dem Australier Alex De Minaur (ATP 28) mit 4:6, 6:7.  

Das Duell zweier gegensätzlicher Spielertypen

Dem Publikum in Basel wurde heute in den ersten beiden auszuspielenden Viertelfinal-Partien jeweils der Klassiker unter den Aufeinandertreffen unterschiedlicher Spielertypen geboten. Sowohl bei Opelka gegen Bautista Agut als auch im Vergleich zwischen Struff und De Minaur spielte ein starker Aufschläger gegen einen Kontrahenten mit den Stärken bei Return, Beweglichkeit und Schlagsicherheit.

Im ersten dieser Duelle hatte sich mit Opelka der Aufschlag-Riese in drei Sätzen durchgesetzt. Und das obwohl der Amerikaner nach der Partie offen zugab, dass Spieler der Marke Bautista Agut zu seinen Albträumen auf dem Platz gehören. Auch Struff bekam schon zu Beginn seiner Partie gegen den jungen Australier De Minaur zu spüren, wie schwierig es ist, einen Gegner mit der Schnelligkeit und Beweglichkeit des 20-Jährigen an der Grundlinie auszumanövrieren - ohne es mit dem Risiko zu übertreiben. 

So gingen gleich zwei seiner ersten vier Aufschlagspiele verloren und obwohl der Warsteiner besser ins Match fand und auch zwischenzeitlich ein Rebreak schaffte, reichten seine Bemühungen nicht aus, um dem Auftaktdurchgang noch eine Wende zu geben. Nach 42 Minuten hatte De Minaur den Satz mit 6:4 eingetütet.

De Minaurs Schnelligkeit beeindruckt

Anschließend schien sich bei Struff die Gewissheit Bahn zu brechen, dass dem Australier nur mit Power-Tennis von der Grundlinie heute nicht beizukommen war. Er suchte vermehrt sein Heil am Netz. Auch der erste Aufschlag kam nun präziser und stellte De Minaur öfter vor Probleme. Trotzdem beeindruckte das läuferische Vermögen der Nummer 28 der Welt weiter. Struff kam immer wieder, auch in Ballwechseln in denen er eigentlich am Drücker war, in Schwierigkeiten, weil De Minaur auch noch die unmöglichsten Bälle ausgrub.

Struff scheitert im Tiebreak
Trotzdem gelang es Struff, weitere Aufschlagverluste zu vermeiden und Satz zwei länger offen zu halten. Bei 6:5-Führung und vier Mal Einstand klopfte er sogar zart an Sätzbällen an, aber De Minaur schloss ihm die Tür immer wieder vor der Nase zu und rettete sich in den Tiebreak.

In dem konnte Struff, nachdem die Seiten bei einem 4-2 für den Australier gewechselt worden waren, noch einmal zum 4-4 ausgleichen und die Hoffnung auf einen Satzausgleich nähren. Dann aber war De Minaur der konzentriertere und entschlossenere Spieler und holte sich mit drei Punkten in Folge das 7-4 und die Partie. Morgen spielt er dann im Halbfinale und verlängert den Albtraum von Reily Opelka, denn der muss sich nun direkt nach dem Dauerläufer Bautista Agut nun mit dem wahrscheinlich noch schnelleren und wendigeren De Minaur auseinandersetzen.     

(Bild: (c)imago images / ZUMA Press)

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Christian Schwell
am 25.10.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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