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Roger Federer mit Sieg in Basel: Mr. Perfect ist zurück!

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27.10.2019|18:05 Uhr|von Christian Schwell
Roger Federer mit Sieg in Basel: Mr. Perfect ist zurück!

Die englischsprachigen Kommentatoren beim ATP-Haussender "TennisTV" hatten sich schnell auf das Motto des Final-Nachmittags in Basel festgelegt. Es war die "Perfect 10", die über dem Erfolg Roger Federers schwebte. Denn schließlich holte er heute bei der 50. Jubiläumsausgabe des Turniers seinen unglaublichen zehnten Titel in der Stadt am Rhein. Gleiches war Federer schon im Sommer zu Beginn der Rasen-Saison geglückt, in Halle hatte er gleichfalls zum insgesamt 10. Mal den Pokal in den ostwestfälischen Himmel gehoben.      

Ein perfekte Turnierwoche in Basel

Anders als in Halle war der Turniersieg heute in Basel aber tatsächlich auch in seinem Zustandekommen (nahezu) perfekt. Damals hatte es trotz des abschließenden Triumphes in einigen Runden des Turniers ordentlich im Spiel des Schweizers gerumpelt. Und zu seinem und dem Missfallen seiner Fans sollte sich das auch seitdem durch die Auftritte des 20-fachen Grand-Slam-Champions ziehen. Es gelang Roger Federer lange nicht mehr, ein Turnier ohne Match durchzuspielen, in dem er nicht mindestens phasenweise unter die von ihm selbst äußerst hoch gelegte Messlatte geriet. Satzverluste und auch Niederlagen, kein Turniersieg mehr seit eben dem von Halle waren die Folgen.

In Basel war das alles anders in dieser Woche. Gut, dass Viertelfinale bekam Federer durch die Absage Wawrinkas geschenkt, in den vier Matches, die Federer bis zum Turniersieg spielte, war seine Dominanz aber durchgehend und durchgehend beeindruckend. Die acht Spiele, die Top-10-Kollege Stefanos Tsitsipas gegen den Maestro im Halbfinale holte, waren schon das absolut höchste der Gefühle. Seine drei weiteren Aufgaben löste Federer noch überlegener im absoluten Schnelldurchgang. Und zeigte dabei immer wieder brillantes Tennis. 

Gelingt im Saison-Endspurt ein noch größer Coup?

Bei der heutigen Siegerehrung zeigte der 38-Jährige dann auch entsprechend große Emotionen. Nicht nur der 10. Titel vor heimischem Publikum und der eigenen Familie an sich, sondern eben auch die Art und Weise des Zustandekommens schienen Federer zu bewegen.  "Ich habe ein großartiges Match gespielt", sprach er sich selbst ein verdientes Lob zum vierten Turniersieg des Jahres aus.

"Gut und frisch" in die letzten Turniere des Jahres

Sein "Ich könnte nicht glücklicher sein und fühle mich gut und frisch" kann jedenfalls nicht nur als momentane Zustandsbeschreibung, sondern durchaus auch als Kampfansage an die Konkurrenz fürs Saisonfinale interpretiert werden. In dem geht für Federer, der beim Davis Cup in Madrid nicht aktiv sein wird, jetzt noch zum Masters nach Paris und dann vor allen Dingen zu den Tour Finals in London. dort kann er sich, auch mit Hinblick auf die Konkurrenz, jetzt wieder noch größere Hoffnungen machen. Nadal hat nach den US Open geheiratet statt gespielt, Djokovic in Shanghai schon im Viertelfinale geschwächelt und Dauerspieler und -sieger Daniil Medvedev zeigte zuletzt dann doch tatsächlich mal Ermüdungserscheinungen und musste sich eine Pause nehmen. Durchaus möglich also, dass für Federer in dieser Saison nach dem "Stängeli" in der Heimat noch ein größerer Coup drin ist.   

(Bild: (c) imago images / Beautiful Sports)


       

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Christian Schwell
am 27.10.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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