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WTA Finals: Ersatzfrau Bertens schlägt gegen Barty zu

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29.10.2019|13:55 Uhr|von Christian Schwell
WTA Finals: Ersatzfrau Bertens schlägt gegen Barty zu

Die Weltranglistenerste Ashleigh Barty hat nach ihrem Auftaktsieg im zweiten Gruppenspiel bei den WTA Finals eine überraschende Niederlage hinnehmen müssen. Im Match gegen die für die mit einer Schulterverletzung aus dem Turnier ausgeschiedene Naomi Osaka die mit einer Schulterverletzung aus dem Turnier ausgeschiedene Naomi Osaka eingesprungene Kiki Bertens (WTA 10) konnte sie eine Führung mit Satz und Break nicht nutzen und musste sich am Ende noch mit 6:3, 3:6, 4:6 beugen. 
 
Denkbar ungünstige Voraussetzungen für Ersatzfrau Bertens

Einfach waren die Voraussetzungen in dieser Partie für die "Ersatzfrau" aus den Niederlanden dabei auf keinen Fall:  Erst hatte sie die Qualifikation für die WTA Finals denkbar knapp verpasst, dannn wurde sie heute ganz kurzfristig wenige Stunden vor Matchgewinn zum Einsatz als Ersatz berufen. Auf einem extrem langsamen Hartplatz-Belag, der der Gegnerin sehr viel mehr liegt. Die dazu sowieso in bisher vier Vergleichen immer das bessere Ende für sich gehabt hatte. Die Nummer 10 der Welt stand also aus dem Wartestand heraus plötzlich vor einer echten Herkulesaufgabe.  

Satz eins: Die Dinge nehmen (scheinbar) ihren Lauf

Dafür machte die Nummer zehn der Welt gegen die aktuelle Branchenführerin ihre Sache schon ganz zu Beginn gar nicht mal so schlecht. Zwar musste sie den Verlust ihrer ersten beiden Aufschlagspiele hinnehmen, konterte diese frühen Rückschläge aber postwendend jeweils mit dem Rebreak. Dann gelang es Barty aber mehr und mehr, die Kontrolle in ihren eigenen Aufschlagspielen zu gewinnen.

Während Bertens ein weiteres Break hinnehmen musste, gab die Australierin bis zum Ende des Satzes keinen Punkt mehr hinter dem eigenen Service ab   - nach 34 Minuten hatte sie den Durchgang verdient mit 6:3 für sich entschieden. Die Dinge schienen ihren Gang zu nehmen, die Ersatzspielerin der Weltranglistenersten erwartungsgemäß und den Umständen entsprechend glatt zu unterliegen. 

Die Wende in in Satz zwei: Bertens dreht den Spieß plötzlich um

In Satz zwei verpasste es Barty dann aber erneut, frühe Breakführungen erfolgreich zur Satzentscheidung zu transportieren. Wieder musste sie gleich zweimal in Führung liegend das prompte Rebreak hinnehmen. Anders im Auftaktdurchgang gelang es ihr anschließend nicht mehr, sich doch noch zügig abzusetzen. Im Gegenteil! Bertens  holte plötzlich gegen eine jetzt fahrig wirkende Weltranglistenerste gleich vier Spiele in Folge und damit den Satz mit 6:3. Die Australierin musste sich vorwerfen lassen, in einem eigentlich über weite Strecken überlegen geführten Match einen Entscheidungssatz zugelassen zu haben.
 

Von der Ersatzbank ins Halbfinale?

In diesem dritten Satz sollte es dann noch schlimmer für die Favoritin kommen. Bertens reihte vier weitere Spielgewinne gegen die French-Open-Siegerin aneinander, bevor sich Barty ein wenig aus ihrem mentalen Loch befreien konnte. Zu spät allerdings, um Bertens noch abzufangen. Die verwandelte nach zwei Stunden und elf Minuten ihren ersten Matchball und macht damit die Gruppe der beiden wieder spannend. Zusätzlich bringt sie sich - und das aus ihrer Sicht auch nicht nur ganz nebenbei - auch selbst in eine durchaus aussichtsreiche Stellung, um "von der Ersatzbank aus" noch das Halbfinale zu erreichen.      

(Bild: (c) imago images / VCG)

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Christian Schwell
am 29.10.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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