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WTA Finals: Bencic wahrt ihre Halbfinal-Chance mit Sieg über Kvitova

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29.10.2019|16:00 Uhr|von Christian Schwell
WTA Finals: Bencic wahrt ihre Halbfinal-Chance mit Sieg über Kvitova

Die Schweizerin Belinda Bencic (WTA 7) hat in ihrem zweiten Gruppenspiel bei den WTA Finals den ersten Sieg eingefahren. Nachdem sie vor zwei Tagen gegen Ashleigh Barty noch in drei Sätzen den Kürzeren gezogen hatte, konnte sie sich heute gegen Petra Kvitova (WTA 6) knapp mit 6:3, 1:6, 6:4 durchsetzen. Der Ausgang der Gruppe ist damit vor dem letzten Spieltag völlig offen. 

Schwächephase kostet Kvitova den ersten Satz

Zunächst war es Kvitova, die sich mit ihren starken Linkshänderinnen-Aufschlägen sehr viel leichter durch die eigenen Service-Games spielte. Deswegen kam das Break zum 4:3 für Bencic als erster entscheidender Akzent in dieser Partie dann auch eher überraschend. Dieser kleine Rückschlag schien die Tschechin mehr zu verunsichern, als es eigentlich nötig gewesen wäre.

Kvitova spielte sich mit vielen Eigenfehlern in eine echte Schwäche hinein. Der wenig konstante Ballwurf verursachte plötzlich Doppelfehler, die unzureichende Beinarbeit in den Ballwechseln sorgte dafür, dass viele Bälle nicht ihr Ziel fanden. Aus einem ordentlichen Start für Kvitova heraus entwickelte sich der Satz nun  einseitig in Richtung der Gegnerin aus der Schweiz. Bencic, die in dieser Phase nicht mehr als nötig machen musste, konnte schließlich mit einem 6:3 die Satzführung erringen. 

Wie gegen Barty bricht Bencic im zweiten Satz ein 

Dass allerdings auch das Spiel der Belinda Bencic in diesen Tagen - vielleicht auch noch zusätzlich befördert durch Probleme an der Ferse - ein fragiles Gebilde ist, sollte sich zu Anfang des zweiten Satzes beweisen. Schon im ersten Match gegen Ash Barty hatte sie mit der Satzführung im Rücken die Konzentration verloren und klar abgebaut. Und auch jetzt schien sich Bencic plötzlich von zu vielen Dingen ablenken zu lassen und in einen Strudel der Negativität zu geraten. Kvitova ihrerseits nahm das Geschenk dankend an, steigerte sich auch selber und erspielte sich mit reduzierter Fehlerquote schnell eine deutliche 4:0-Führung. Und schließlich auch den klaren Satzgewinn mit 6:1.       


Die Schweizerin vermeidet das komplette Negativ-Déjà-vu und wahrt ihre Chancen

Anders als der Australierin gelang es Kvitova dann aber nicht, gegen Bencic im dritten Satz sofort weiter davon zu ziehen. Beide Spielerinnen pendelten sich auf einem gleichen, eher mäßigen Niveau ein. Nach vier Breaks in Folge gelang es der zweimaligen Wimbledonsiegerin dann aber zuerst, bei 3:3 ihre Aufschlagleistung wieder zu stabilisieren und mit 4:3 in Front zu gehen. Nachdem Kvitova  dann anschließend aber Breakbälle vergab, war es doch die Schweizerin, die den entscheidenden Stich setzte. Den letzten von drei Breakbällen in Folge nutzte sie zur 5:4-Führung und ihrem dritten Break im Entscheidungssatz. Das sollte reichen, denn das letzte Aufschlagspiel Bencics wurde - durchaus überraschend im hinblick auf den Matchverlauf - zu keiner Zitterpartie mehr.       

Bencic wahrt mit dem Sieg über Kvitova ihre Halbfinal-Chancen und hat am letzten Spieltag nun genau wie die anderen drei Spielerinnen noch die Möglichkeit, die Vorschlussrunde zu erreichen. Voraussetzung dafür wäre ein Sieg über die für Naomi Osaka eingesprungene Kiki Bertens. Im anderen finalen Gruppenspiel stehen sich Petra Kvitova und die heute ebenfalls unterlegene Ashleigh Barty gegenüber. 

(Bild: (c)imago images / VCG)

  



    

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Christian Schwell
am 29.10.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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