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ATP Masters Paris: Nadal gewinnt sein erstes Match als Ehemann gegen Mannarino

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30.10.2019|21:40 Uhr|von Christian Schwell
ATP Masters Paris: Nadal gewinnt sein erstes Match als Ehemann gegen Mannarino

Rafael Nadal (ATP 2) hat sich mit einem Sieg beim Masters Turnier in Paris zurückgemeldet. In der zweiten Runde des Turniers besiegte er nach einem Freilos in Runde eins Adrian Mannarino (ATP 43) mit 7:5, 6:4.

Match eins nach der Hochzeit

Seit seinem Triumph bei den US Open war Nadal abseits des Laver Cups nicht mehr sportlich in Erscheinung getreten, das einzige Großereignis seitdem war eines der privaten Natur: Der 33-Jährige ehelichte am 19. Oktober seine langjährige Freundin. In so fern war es trotz seiner Favoritenstellung gegenüber der Nummer 43 der Welt durchaus spannend zu sehen, in welcher Form der Spanier in Paris als frisch Vermählter ins Wettkampftennis zurückkehren würde. Immerhin hat er dieses genau Turnier als eines von ganz wenigen großen Events noch nicht gewinnen können, immerhin ist er in den letzten Jahren überhaupt nur sehr sporadisch bei Hallenveranstaltungen angetreten. 

Mannarino mit viel Indoor-Tennis und guten Ergebnissen in den letzten Wochen

Mannario dagegen hat auch in diesem Herbst schon bereits in St. Petersburg, Moskau, Wien und in der ersten Runde von Paris (Sieg gegen Casper Ruud) Hallenluft geschnuppert, in der russischen Hauptstadt mit einer Finalteilnahme sogar sehr erfolgreich. Auch beim Hartplatz Turnier von Zhuhai hat er vor wenigen Wochen das Finale erreicht.

Satz eins:  Nadal muss lange für das Break kämpfen

Dementsprechend wehrte sich der mit einer Wildcard ausgestattete Franzose zu Beginn der Partie zumindest bei eigenem Aufschlag sehr erfolgreich gegen den Weltranglistenzweiten, der unabhängig vom Ausgang des Turniers am Montag wieder die Spitzenposition einnehmen wird. Zwar waren die Aufschlagspiele des 31-Jährigen Mannarino meist deutlich umkämpfter als die Nadals, er zauberte aber - gerade auch wenn es wirklich darauf ankam - immer wieder richtig gute Schläge aus dem Hut. Auch einen Satzball Nadals konnte er so bei 5:4 aus dessen Sicht entschärfen.  

Zwei Spiele später hatte das beständige Anklopfen des Mallorquiners in den Aufschlagspielen seines Kontrahenten dann aber doch Erfolg. Bei 0:40 konnte Mannarino noch zwei weitere Satzbälle abwehren, beim insgesamt vierten Nadals klatschte aber der Ball nach einer beidhändigen Rückhand des Franzosen ins Netz  - nach fast einer Stunde intensiver Auseinandersetzung hatte der Spanier die Satzführung in der Tasche.

Auch der zweite Satz bleibt lange offen

In Durchgang zwei verpasste es Nadal dann trotz eines weiteren Breakballs , sich sofort und frühzeitig in die Front-Runner-Position zu bringen. so änderte sich am Spielverlauf wenig. Der 33-Jährige spazierte mal mehr oder mal weniger durch die eigenen Service-Games, bei Aufschlag Mannarino fehlte ihm aber zunächst wieder der entscheidende Punch. Auch der eine oder andere Fehler bei den Grundschlägen zu viel mischte sich in dieser Phase immer wieder ins Spiel des Favoriten.

Als sich diese Schwächen bei 4:4 dann auch in ein Aufschlagspiel Nadals schlichen, schnupperte Mannarino bei Einstand sogar kurz an der Möglichkeit, diesem Satz eine Wende zu seinen Gunsten zu geben. Die Nummer zwei der Setzliste behielt aber in dieser Situation die Nerven, um dann bei 5:4 erneut nach einem engen Satz unter unfreiwilliger Mithilfe des mit einem deutlich schlechteren Nervenkostüm ausgestatteten Gegners den Notausgang vor einem möglichen Tiebreak zu finden und die Partie in einer Stunde und 50 Minuten für sich zu entscheiden. 

Nadal will nicht dem Vorbild Federers und Djokovics folgen

Nadal trifft nun in seinem zweiten Spiel auf den Schweizer Stan Wawrinka. Wenn es nach dem 19-fachen Grand-Slam-Sieger geht, wird er dort anders als in Sachen Heirat nicht weiter dem Vorbild seiner Dauerkonkurrenten Roger Federer und Novak Djokovic folgen. Die haben zwar 2009 bzw. 2014 ihr erstes Turniermatch als frischgebackene Ehemänner auch gewonnen, sind dann aber für ihre Verhältnisse ungewöhnlich früh schon im zweiten Spiel der Woche ausgeschieden.        

(Bild: (c) imago images / ZUMA Press)

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Christian Schwell
am 30.10.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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