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ATP Masters Paris:Tsongas Heimstärke sticht auch gegen Struff

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31.10.2019|19:40 Uhr|von Christian Schwell
ATP Masters Paris:Tsongas Heimstärke sticht auch gegen Struff

Das Projekt "Rückkehr in die absolute Weltspitze" ist für Jo-Wilfried Tsonga (ATP 35)  bisher allgemein ein durchaus steiniger Weg. In heimatlichen Gefilden nähert er sich der Form alter Tage aber bereits regelmäßig wieder an. In diesem Jahr konnte er schon die Turniere von Metz und Montpellier für sich entscheiden. In Paris hatte er in den ersten beiden Runden das Publikum schon mit Siegen über Andrej Rublev und Matteo Berrettini begeistert. Mit den Zuschauern im Rücken gelang es ihm heute auch, das Match gegen Jan-Lennard Struff noch zu drehen und nach Abwehr von zwei Matchbällen noch mit 2:6, 6:4, 7:6 ins Viertelfinale des Masters Turniers einzuziehen.     

Ein dominanter Struff entscheidet den ersten Satz schon ganz zu Beginn

Dabei legte  "Struffi" direkt los wie die Feuerwehr. Gleich 12 der ersten 14 Punkte der Partie gingen an den aggressiv zu Werke gehenden Deutschen. Tsonga, der ja selbst sein Heil gerne in der Offensive sucht, wirkte regelrecht überrumpelt und lag schnell mit 0:3 hinten. Erst danach gelang es ihm nach langen Kampf und unter Abwehr weiterer Breakbälle, sein zweites Aufschlagspiel zu gewinnen und sich selber auf die Punktetafel zu bringen. 
Bei eigenem Service ließ Struff aber weiter gar nichts anbrennen. Um dann mit einer 5:2-Führung im Rücken noch einmal zuzuschlagen. Ein weiteres Break des Sauerländers war gleichbedeutend mit einem verdienten 6:2 nach einer halben Stunde.    

Tsonga steigert sich zur Freude der Franzosen

Nachdem Struff auch den zweiten Satz mit einem Aufschlagspiel ohne Punktverlust begonnen hatte, war beim Seitenwechsel das Bemühen des französischen Publikums Tsonga zu unterstützen und aufzurichten deutlich vernehmbar. Dem Lokalmatador gelang es dann anschließend auch, trotz eines 0-30 den Aufschlag zu halten und eine Vorentscheidung zu vermeiden.

Das schien eine echte Signalwirkung zu haben. Recht plötzlich und unerwartet gewann der Franzose die Oberhand und holte sich seinerseits den Breakvorteil. Fortan stand eine andere, selbstbewusstere Version Tsongas auf dem Platz, die es Struff sehr viel schwieriger machte, schnell und einfach zu Punkten zu kommen. Struff lief dem Rückstand erfolglos hinterher, nach einem 6:4 für den mittlerweile 34-jährigen Tsonga musste der dritte Satz für die Entscheidung sorgen.

Zwei Matchbälle reichen Struff nicht zum Sieg

Auch in dem wurde weiter beiderseitig "First-Strike-Tennis" Tennis gespielt und die Wahrscheinlichkeit, dass ein erstes Break auch diesen Satz und damit die Partie entscheiden würde, nahm mit fortschreitender Spieldauer nicht gerade ab. Struff hatte dabei den kleinen psychologischen Vorteil, jeweils mit dem Service vorlegen zu können. Tsonga hielt dem Druck aber unter dem Jubel des französischen Publikums sowohl bei 4:5 als auch bei 5:6 aus seiner Sicht stand und forcierte einen entscheidenden Tiebreak.

Hier erspielte sich Struff ein 6-4 und damit zwei Matchbälle, die Tsonga aber couragiert abwehrte. Ein verschlagener Smash bei 6-6 brach dem Deutschen dann anschließend das sportliche Genick. Bei Matchball Tsonga sorgte ein cross verschlagener Rückhandpassierball Struffs dann für die endgültige Entscheidung und Tsonga konnte mit "seinem" Publikum jubeln.     

(Bild: (c)imago images / PanoramiC)

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Christian Schwell
am 31.10.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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