Jetzt die App myTennis runterladen!

Auch unterwegs immer informiert bleiben & die Welt des Tennis entdecken.

Billboard : 4475835
Pro

ATP NextGen Finals: Topfavorit De Minaur muss kämpfen

Leaderboard : 4475810
Top : 4475800
05.11.2019|17:30 Uhr|von Christian Schwell
ATP NextGen Finals: Topfavorit De Minaur muss kämpfen

Anpassung an die zahlreichen Sonder- und Neuregelungen bei den NextGen Finals der acht besten Nachwuchsspieler war heute am ersten Gruppen-Spieltag in Mailand für Profis wie Zuschauer angesagt. Dabei hielt sich der topgesetzte und topfavorisierte Australier Alex de Minaur (ATP 18) bei seinem Auftaktmatch gegen den Spanier Alejandro Davidovich Fokina (ATP 87) schadlos. Nach einer Schwächeperiode zur Mitte des Matches schlug der 20-Jährige seinen gleichaltrigen Gegner noch mit 4:2, 3:4 (5-7), 4:1, 4:1.  

Die speziellen Regeln in Mailand

Auch bei der dritten Auflage der Veranstaltung wird mit diversen Regeländerungen gegenüber den anderen ATP-Turnieren experimentiert. Kurze Sätze bis 4 mit einer Tiebreak-Entscheidung bei 3:3-Gleichstand in einem Best-of-Five-Format mit No-Ad-Regel fördern viele entscheidende Phasen pro Match ohne großen Leerlauf, ein verkürztes Einschlagen und die Shot-Clock sollen das Spiel weiter beschleunigen.

Dazu dürfen die Spieler beim Seitenwechsel immer mal wieder per Headset Tipps ihrer Trainer bekommen, müssen ihr Handtuch selber von einer Art Handtuchhalter auf jeder Seite holen und haben die Möglichkeit, diverse Schiedsrichter-Entscheidungen zu challengen - die klassischen Linienrichter-Aufgaben werden sowieso durch das Hawk-Eye ersetzt. Das alles findet in einer tendenziell unruhigeren Atmosphäre als sonst statt, denn den Zuschauern seitlich des Platzes ist es auch während des laufenden Spiels gestattet, ihre Sitzplätze zu verlassen oder nach einem Ausflug in die Katakomben der Halle an den Court zurückzukehren. 

De Minaur schwächelt kurz

De Minaur kam dabei heute wie bei seinem NextGen-Debut im letzten Jahr, als er sich bis ins Finale vorgespielt hatte, zunächst gut mit diesen besonderen Umständen zurecht. Der Australier holte sich Satz eins mit 4:2, ihm reichte eine solide Leistung um den zunächst nervös agierenden Ersatzspieler Davidovich Fokina, der erst durch die Absage von Paris-Finalist Denis Shapovalov ins Achter-Feld von Mailand gerutscht ist, nieder zu halten. das sollte sich dann aber ändern. Der Spanier spielte nun in einer Mischung aus mehr Entschlossenheit und weniger Fehlern besser, De Minaur hatte plötzlich Schwierigkeiten selbst auch einen Gang hoch zu schalten. 

Nachdem er im Tiebreak des zweiten Durchgangs den Satzausgleich kassiert hatte und sich in Satz drei direkt ein Break einfing, war die Lage des großen Favoriten in diesem Turnier zwischenzeitlich durchaus kritisch. Die Nummer 18 der Welt fing sich aber und stellte mit vier Spielen in Folge die Kräfteverhältnisse gegenüber Davidovich Fokina wieder klar. Die Schwächephase De Minaurs nicht besser ausgenutzt zu haben schien dann auch mental am spanischen Wimbledon-Juniorensieger von 2017 zu nagen. Satz vier wurde so zu einer komfortablen Angelegenheit für De Minaur.                       

 Kecmanovic schlägt Ruud ohne Satzverlust

Vorher hatte schon in einem Duell auf Weltranglisten-Augenhöhe der Serbe Miomir Kecmanovic (ATP 60) in drei Sätzen die Oberhand über Casper Ruud (ATP 56) aus Norwegen behalten. Nach zwei Sätzen ohne Breaks, die aber im Tiebreak jeweils an den 20-jährigen Kecmanovic gingen, brachte er sich in Satz drei mit dem ersten und einzigen Break des Tages endgültig auf die Siegerstraße und gewann mit 4:3 (7-5), 4:3 (7-5), 4:2. 

Am Abend stehen noch die Partien zwischen Ugu Humbert (Frankreich) und Mikael Ymer (Schweden) sowie Frances Tiafoe (USA) und Jannik Sinner (Italien, per Wildcard im Feld) an.  

(Bild: (c) imago images / Nordphoto)


WAS IST DEINE MEINUNG?
Lustig

LUSTIG

0

Liebe

LIEBE

0

Oh man...

OH MAN...

0

Wow

WOW

0

Traurig

TRAURIG

0

Wütend

WüTEND

0

Christian Schwell
am 05.11.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

» Zu den Beiträgen von Christian Schwell