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ATP NextGen Finals: Schockmoment und Rekordmatch bei Ruud gegen Davidovich Fokina

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06.11.2019|18:15 Uhr|von Christian Schwell
ATP NextGen Finals: Schockmoment und Rekordmatch bei Ruud gegen Davidovich Fokina

Die NextGen Finals 2019 der ATP haben in Milan heute ihr erstes Fünfsatz-Match produziert. Und das unter ganz speziellenUmständen. Nachdem es früh im dritten Satz zwischen Casper Ruud (ATP 56) und Alejandro Davidovich Fokina (ATP 87) so aussah, als müsste die Partie verletzungsbedingt vorzeitig enden, wurde sie dann doch noch mit zwei Stunden und 16 Minuten Spielzeit zum längsten Match der dreijährigen Turnier-Geschichte. Am Ende siegte der Norweger Ruud mit 3:4, 4:3, 4:2, 3:4, 4:1 und verbesserte damit im Duell der Verlierer des gestrigen ersten Gruppenspieltages seine Chancen, doch noch ins Halbfinale des Events vorstoßen zu können.      

Davidovich Fokina scheint in Satz drei schon aus dem Turnier zu humpeln

Im zweiten Spiel des dritten Satzes dieser Partie schien es zunächst so, als würden die sportlichen Gesichtspunkte in den Hintergrund treten. Der Schockmoment: Beim Versuch, einen Ball an der Grundlinie trotz eines Sturzes doch noch zu erreichen, verletzte sich Davidovich Fokina am rechten Knie. Erst wurde er mitten auf dem Platz liegend behandelt, dann beim Gang zur Bank deutlich humpelnd gestützt - es sah minutenlang sehr danach aus, als wäre die Begegnung bereits zu Ende.

Der Spanier spielt weiter - und erzwingt den Entscheidungssatz

Der junge Spanier wurde dann aber aufwändig bandagiert und setzte das Match fort. Zunächst noch deutlich eingeschränkt und auch verunsichert verlor er zwar, nachdem er sich schnell seines Verbandes wieder entledigt hatte, den dritten Durchgang. Spätestens in Satz vier schien er aber wieder sicherer in seinen Bewegungen zu werden. Ruud hatte zunehmend Schwierigkeiten, gegen den teilweise spektakulär agierenden Gegner, der immer wieder seine schnellen Grundschläge und den Stop als taktische Mittel einsetzte, das richtige Maß an Sicherheit ohne zu viel Passivität zu finden. 

Nach einem Break-Rückstand rettete sich der Norweger zwar noch in den Tiebreak, vergab dort aber dann doch die Möglichkeit, einen fünften Satz zu verhindern. Gerade als das Match einem ob seines Verlaufes auch sichtlich genervten Ruud vollends aus der Hand zu gleiten drohte, bekam die Nummer 56 der Welt aber doch noch die Kurve. Ein frühes Break im Entscheidungssatz transportierte er erfolgreich Richtung Satzende, um das Match dann endgültig mit einem weiteren Aufschlag-Durchbruch zu holen.   

Ruud muss jetzt gegen den ungeschlagenen De Minaur ran

Gift für Ruuds Halbfinal-Hoffnungen könnte allerdings sein, dass er in seinem letzten Vorrunden-Match gegen den topgesetzten Alex De Minaur antreten muss. Die Nummer 18 der Weltrangliste wurde heute auch in ihrem zweiten Match der Favoritenrolle gerecht. Gegen den Serben Miomir Kecmanovic (ATP 60) zeigte der Australier eine Schwäche, als er Satz drei deutlich abgab. Letztendlich vermied De Minaur aber größeres Ungemach durch einen ganz klaren vierten Durchgang zu seinen Gunsten und gewann mit 4:1, 4:3, 1:4, 4:0.


(Screenshot: TennisTV)

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Christian Schwell
am 06.11.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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