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ATP Finals: Mit diesen Knallern beginnt heute der finale Showdown

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10.11.2019|12:30 Uhr|von Christian Schwell
ATP Finals: Mit diesen Knallern beginnt heute der finale Showdown

Der Startschuss für das letzte ATP Turnier des Jahres fällt schon heute: Bedingt durch den Round-Robin-Modus mit nur zwei Einzeln pro Tag fängt die Turnierwoche bei den ATP Finals in London schon am Sonntag an, damit dann sieben Tage später das Finale ausgespielt und der Sieger ermittelt werden kann. In diesem Jahr startet die nach Björn Borg benannte Gruppe mit Novak Djokovic, Roger Federer, Dominic Thiem und Matteo Berrettini als erste ins Turnier. Nadal, Medvedev, Tsitsipas und Zverev steigen dann in der "Agassi-Gruppe" am Montag ein.

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The class of 2019. #NittoATPFinals

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Anders als in der Gruppe von Titelverteidiger Alexander Zverev, in der aufgrund von Formschwankungen und Verletzungen in den letzten Wochen relativ viel offen zu sein scheint, sind in der Borg-Gruppe mit den multiplen Grand-Slam-Champions Novak Djokovic und Roger Federer zwei klare Favoriten aufs Halbfinale auszumachen. Die beiden gehen sich aber am ersten Spieltag noch aus dem Weg.

Novak Djokovic (Serbien) gegen Matteo Berrettini (Italien), 15:00 Uhr deutscher Zeit

Für Matteo Berrettini ist es das erste Duell mit dem großen Novak Djokovic. Und das dann gleich beim Final-Turnier 2019. Berrettini betritt hier überhaupt Neuland, der Italiener hat die beste Saison seiner Karriere mit dem Durchbruch in die Weltspitze hinter sich - Anfang des Jahres war er noch außerhalb der Top 50 platziert. Nach zwei Turniersiegen und dem Lauf bis ins Halbfinale der US Open hat er sich als achter der Rangliste  für dieses Event qualifiziert, auch wenn die Form im Spätherbst nicht mehr ganz an die Leistungen aus New York anknüpfen konnte.

Sein Gegner Novak Djokovic kann da auf einen ganz anderen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Er hat sich zum 12. Mal für die Finals qualifiziert und konnte das Turnier schon fünfmal für sich entscheiden. In den letzten beiden Jahren konnte er jeweils ins Finale vordringen. Er hat sich zuletzt in Topform gezeigt und die Titel von Tokio und Paris eingeheimst. Die Schulterprobleme, die ihn noch bei den US Open zur Aufgabe gegen Stan Wawrinka zwangen, scheinen der Vergangenheit anzugehören. Somit geht er in einer Mischung aus Erfahrung und aktueller Formkurve als klarer Favorit in diese Auseinandersetzung.

Roger Federer (Schweiz) gegen Dominic Thiem (Österreich), 21:00 Uhr deutscher Zeit

Für Thiem, dessen Ziel es sein muss, sich bei seiner vierten Teilnahme in London erstmals aus der Gruppe heraus fürs Halbfinale zu qualifizieren, ist dieses erste Match wahrscheinlich schon richtungsweisend. Im Modus "Jeder gegen Jeden" ist zwar viel möglich, bei einer Niederlage gegen Federer ist es aber doch sehr wahrscheinlich, dass für das Weiterkommen neben dem "Pflichtsieg" über Berrettini auch ein Sieg über Novak Djokovic nötig wäre.

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First practice in London 💫 Everytime the @theo2london is so impressive ! 📸: @max.foidl #london #theo2 #createdwithadidas #4ocean

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Immerhin: Der Österreicher führt die Bilanz gegen Federer mit 4:2 Siegen an und hat auch beide Partien in dieser Saison, darunter auch die im Finale von Indian Wells auf Hardcourt, für sich entscheiden können. Auch hat Thiem den bisher besten Herbst seiner Karriere hinter sich. War aus seinen bisherigen Saisons immer spätestens nach den US Open mehr oder weniger die Luft raus, so konnte er in 2019 im Spätherbst mit Siegen in Peking und beim Heimturnier von Wien für echte Paukenschläge sorgen.       

Auch Gegner Roger Federer hat allerdings kurz vor den Finals noch einmal für ein Ausrufezeichen gesorgt. Wie Thiem er brillierte in der Heimat, holte sich den Titel in Basel. Und das mit einer über alle Matches des Turniers hinweg dominanten und komplett überzeugenden Vorstellung. Eine Konstanz, die er in vielen vorherigen Auftritten früher im Jahr hat vermissen lassen. Nach den US Open hat Federer aber mit einer 8:1 Matchbilanz ganz klar überzeugt. In der Form von Basel dürfte er nicht nur favorisiert in das Match gegen Thiem gehen, sondern könnte auch ein Auge auf den Turniersieg und seinen damit insgesamt 7. Sieg bei den Finals werfen.   

Doppel: Kravietz und Mies starten wie Zverev am Montag ins Turnier

Außer den beiden Einzel der "Group Björn Borg" werden auch noch die ersten Doppel der Jonas-Björkman-Gruppe ausgespielt. Dabei treffen ab 13:00 Uhr deutscher Zeit Rajeev Ram (USA) und Joe Salisbury (Großbritannien) auf Raven Klaasen (Südafrika) und Michael Venus (Neuseeland). Ab 19:00 Uhr spielen dann die an Nummer zwei gesetzten Lukasz Kubot (Polen) und Marcelo Melo (Brasilien) gegen die für die Bryan-Brothers ins Feld gerutschten Ivan Dodig (Kroatien) und Filip Polasek (Slowakei). Die deutschen French-Open-Sieger Kevin Kravietz und Andreas Mies greifen wie Einzel-Titelverteidiger Alexander Zverev am Montag erstmals ins Geschehen ein.        

(Bilder: (c) imago images)

      

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Christian Schwell
am 10.11.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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