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ATP Finals: Rafael Nadal is back - und dreht irres Match gegen Daniil Medvedev

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13.11.2019|18:05 Uhr|von Dennis Ebbecke
ATP Finals: Rafael Nadal is back - und dreht irres Match gegen Daniil Medvedev

Die Revanche ist Daniil Medvedev nicht geglückt: Der Russe hat nach seiner Final-Niederlage bei den US Open erneut ein Match gegen Rafael Nadal verloren. Der Unterschied: Dieses Gruppenspiel bei den ATP Finals war aus seiner Sicht so gut wie gewonnen. Letztlich setzte sich jedoch der Spanier mit 6:7 (3), 6:3, 7:6 (4) durch - im Stile eines echten Champions.

Mehr Brisanz kann in einem Match kaum stecken: Zum einen handelte es sich beim Duell zwischen Nadal und Medvedev um die Neuauflage der US Open 2019, zum anderen war es für beide Kontrahenten eine Art Endspiel, nachdem sie ihr jeweiliges Auftaktmatch bei den ATP Finals verloren hatten.

Nadal auf der Suche nach dem Momentum

Da nur der Sieger noch realistische Chancen auf einen Turnierverbleib hatte, war beiden Spielern von Beginn an eine gewisse Anspannung anzumerken. Vor allem "Rafa" machte zunächst nicht den Eindruck, als sei er nach seiner deutlichen Niederlage gegen Zverev am Montag auf der Suche nach dem Momentum fündig geworden. Und so war Medvedev der erste Spieler, der sich beim Stande von 3:3 im ersten Satz einen Breakball erarbeiten konnte.

Zwar konnte der Spanier die Gefahr in dieser Situation abwenden - ein anderes Problem blieb jedoch über den gesamten Satz bestehen: Nadal fand kein Mittel bei den Aufschlagspielen seines russischen Gegners. Der Beleg: Viermal in Folge brachte Medvedev seinen Service zu Null durch, der Durchgang wurde letztlich zu dessen Gunsten im Tiebreak entschieden.

2. und 3. Satz mit umgekehrten Vorzeichen

Für Nadal stand nun viel auf dem Spiel. Zuletzt hatte er seine beiden ersten Matches bei den ATP Finals vor zehn Jahren verloren. Natürlich stellten sich die Zuschauer die Frage, ob beim Spanier nicht doch der Bauchmuskel zwickte, auch wenn er dies selbst (nach der Niederlage gegen Zverev) verneint hatte. Im zweiten Satz gelang es dem Weltranglistenersten endlich auch, diese Worte mit ansprechendem Tennis zu untermauern.

Der 33-Jährige holte sich das frühe Break zum 1:0 und spielte von nun an erstmals bei den Finals 2019 weitestgehend befreit auf (Stichwort: Momentum). Medvedev hingegen agierte zu fehlerhaft, legte einige Fußfehler hin und baute seinen Kontrahenten so wieder auf.

Als alle dachten, dass "Rafa" auf dem Weg zu alter Stärke sei, trumpfte Medvedev wieder auf. Er startete so in den dritten Satz, wie es Nadal im zweiten Durchgang getan hatte: mit dem frühen Break zum 1:0. Das Doppel-Break ließ nicht lange auf sich warten - eine Vorentscheidung. So dachten zumindest die Zuschauer in der Londoner O2 Arena, doch Nadal ist für seine Kämpfernatur bekannt - und diese brachte er auf den Platz, als er ein 1:5 inklusive eines abgewehrten Matchballs tatsächlich in ein 6:5 verwandelte. Unfassbar! Die Antwort eines Champions!

Auf der anderen Seite stand mit Medvedev nun ein Spieler, der völlig verunsichert agierte und von Punktverlust zu Punktverlust immer mehr mit sich und der Welt haderte. Doch ausgerechnet bei 0:30 servierte der Russe sensationell und rettete sich in den Tiebreak. Trotz der wiedergefundenen Aufschlagstärke war an dem Champion Nadal im Tiebreak jedoch kein Vorbeikommen. Chapeau, "Rafa"! Der Spanier hat im abschließenden Match gegen Tsitsipas nun die Chance, sich doch noch für das Halbfinale zu qualifizieren.

(Bild © imago images / Panoramic International)

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Dennis Ebbecke
am 13.11.2019 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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