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ATP Finals: Dämpfer für die Halbfinal-Hoffnungen von Krawietz und Mies

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13.11.2019|20:45 Uhr|von Christian Schwell
ATP Finals: Dämpfer für die Halbfinal-Hoffnungen von Krawietz und Mies

Die deutschen Roland-Garros-Sieger Kevin Krawietz und Andreas Mies haben einen Rückschlag auf dem Weg ins Halbfinale der ATP Finals hinnehmen müssen. Im Duell mit dem französischen Duo Nicolas Mahut/Pierre-Hugues Herbert gab es ein 5:7, 6:7. Krawietz und Mies gehen jetzt mit einer 1:1-Matchbilanz in den entscheidenden letzten Gruppen-Spieltag.  

Herbert und Mahut sind ein erfahrenes Weltklasse-Doppel

Die Setzung in Paris sah die deutsche Paarung als Nummer drei im Feld favorisiert gegenüber den an Nummer sieben gesetzten Franzosen, bei genaueren Hinsehen können bei der reinen Papierform aber Herbert und Mahut mindestens gleichziehen. Die beiden sind die Vorjahresfinalisten bei den Finals, aktuelle Australian-Open-Champions und haben nicht zuletzt vor erst wenigen Tagen im Halbfinale des Masters von Paris Mies und Krawietz auf dem Weg zum Titel geschlagen.

Dass die beiden Franzosen "nur" die Nummer sieben der Welt sind, hängt vor allen Dingen damit zusammen, dass sie nicht das komplette Jahr über durchgängig miteinander gedoppelt haben - von ihrer nichtsdestotrotz großen Klasse hat sich vor zwei Tagen auch schon das im Moment weltbeste Doppel Cabal/Farah (Kolumbien) bei seiner Niederlage unfreiwillig ein Bild machen können.

Und so hatten dann die Roland-Garros-Sieger Krawietz und Mies von Anfang an so ihre Schwierigkeiten, die eigenen Aufschlagspiele erfolgreich über die Bühne zu bringen, auch wenn sie zunächst den spektakulärsten Ballwechsel der Partie für sich entscheiden konnten:

Die Franzosen fangen sich rechtzeitig zum Satzende wieder

Es war dann letztendlich Mies, der sich das Break zum 1:3 einfing, danach servierten sich Mahut und Herbert recht souverän Richtung Satzende. So ziemlich aus dem Nicht heraus fanden Mies und Krawietz dann aber bei 3:5 aus ihrer Sicht die letzte Ausfahrt vor dem schnellen Satzverlust. Plötzlich stachen die Returns und auf ein Break zum 4:5 folgte auch noch ein schnelles Aufschlagspiel Krawietz' zum endgültigen Ausgleich.    

Dann aber fingen sich Mahut und Herbert wieder. Und bekamen auch noch Schützenhilfe in Form eines Doppelfehlers von Andreas Mies, der ihnen zwei Satzbälle bescherte. Den zweiten davon nutzten sie dann nach 41 Minuten zum 7:5-Satzerfolg.   

Krawietz/Mies verspielen die Breakführung in Satz zwei

Vor zwei Wochen hatte es in Paris auch einen engen ersten Satz zugunsten der Franzosen zwischen diesen beiden Doppel gegeben. Danach hatten Mies und Krawietz keinen Spielgewinn mehr zu verbuchen gehabt. Diesmal machten sie es besser. Gut erholt  vom Satzverlust lieferten sie erneut ein formidables Returnspiel ab. Und diesmal war es Herbert der mit dem Doppelfehler Break-Geschenke verteilte. Anschließend verpassten es Krawietz und Mies aber trotz Chancen, die Führung vorentscheidend mit einem weiteren Break auszubauen. Stattdessen war es erneut Mies, der einen Aufschlagverlust zum 4:4 hinnehmen musste.

Der Kölner und sein etwas wackeliger zweiter Aufschlag schienen sich dann auch bei 5:6 als die heute entscheidende Schwäche des DTB-Duos  erweisen.  Die "KraMies" retteten sich aber diesmal anders als in Satz eins in den Tiebreak. Dort war dann allerdings gegen die heute deutlich besser servierenden Mahut und Herbert kein Kraut gewachsen - nach einem 3-7 mussten sich die beiden Deutschen in die Zweisatz-Niederlage fügen.

Am Freitag geht es gegen Cabal und Farah ums Halbfinale

Während die Franzosen nun sicher im Halbfinale stehen, wird das Schicksal von Krawietz und Mies nun am Freitag in ihrem letzten Gruppenspiel gegen die kolumbianischen Weltranglistenersten  Juan Sebastián Cabal und Robert Farah und der anderen Freitags-Partie zwischen den heute siegreichen Paarungen Mahut/Herbert und Rojer/Tecău entschieden.

(Bild: (c)imago images / Beautiful Sports)
      

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Christian Schwell
am 13.11.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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