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Vor Halbfinal-Kracher: So feiert Alexander Zverev Kumpel Dominic Thiem

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16.11.2019|19:30 Uhr|von Dennis Ebbecke
Vor Halbfinal-Kracher: So feiert Alexander Zverev Kumpel Dominic Thiem

An diesem Wochenende geht es in London auf die Zielgerade zu - und drei der vier verbliebenen Profis bei den ATP Finals 2019 zielen mit einer einhändigen Rückhand. Das mag eine Randgeschichte vor dem Start der Halbfinals sein, doch es ist auch ein Stück Tennis-Geschichte. Denn: Das hat es zuvor noch nie gegeben.

Der einzige Star mit einer beidhändigen Rückhand , der noch im Rennen um den Titel ist, hört übrigens auf den Namen Alexander Zverev. Und dieser Zverev hat große Ziele, wie er nach seinem Sieg im letzten Gruppenspiel gegen Daniil Medvedev mit einem leichten Augenzwinkern verkündete: "Ich hoffe, dass derjenige mit der beidhändigen Rückhand das Turnier gewinnt."

Keine Geschenke im Freundschaftsduell

Am Samstagabend (21 Uhr) bekommt es der 22-Jährige im zweiten Halbfinale mit Dominic Thiem zu tun. Ein Match, das aus diversen Gründen Brisanz verspricht. Zum einen ziehen Nachbarschaftsduelle zwischen Deutschland und Österreich im Sport seit jeher eine große Aufmerksamkeit mit sich. Zum anderen werden sich in der O2 Arena zwei echte Kumpels gegenüberstehen. "Hier gegen einen Freund zu spielen, ist eine große Ehre für mich", freut sich der DTB-Spieler.

Klar ist: Geschenke werden an diesem Abend nicht verteilt. Während Zverev von einer Titelverteidigung träumt, möchte Thiem seine starke 2019er Form in der englischen Hauptstadt vergolden und nach den Siegen über Federer und Djokovic in der Gruppenphase nun den nächsten Schritt machen.

Wirft man einen Blick auf die Statistik, spricht zunächst einmal vieles für den Österreicher. Dessen Erfolgszahlen aus diesem Jahr belegen, dass Zverevs Einschätzung "Er (Thiem; Anm. d. Red.) ist momentan einer der besten Spieler der Welt und spielt unglaubliches Tennis" nicht aus der Luft gegriffen ist. Fünf Turniere konnte der 26-Jährige 2019 für sich entscheiden. In Indian Wells, Barcelona, Kitzbühel, Peking und Wien gab es an "Domi" kein Vorbeikommen. Dem gegenüber steht "nur" ein Triumph Zverevs, der in Genf den Pokal in die Höhe stemmen durfte.

Im Head-to-Head liegt Thiem deutlich vorne

Auch im Head-to-Head hat Thiem die Vorteile auf seiner Seite (5:2-Führung), wenngleich das letzte Duell bereits anderthalb Jahre zurückliegt. Damals war "Sascha" im Viertelfinale der French Open auf dem Lieblingsbelag seines Gegners chancenlos - kein Wunder nach drei Fünfsatz-Matches zuvor in Folge. Mehr Selbstvertrauen dürfte der DTB-Spieler aus dem vorletzten Vergleich ziehen, der nur wenige Wochen vor dem Roland-Garros-Match stattfand. Zverev gewann das Finale von Madrid damals souverän.

Für Zverev spricht, dass die O2 Arena seit seinem ATP-Finals-Titel im vergangenen Jahr alle Voraussetzungen mitbringt, um eines Tages Zverevs Wohnzimmer zu werden. Auch Nadal musste in der Vorrunde die Erfahrung machen, dass sich der Deutsche hier zuhause fühlt - nach dem Motto: Ich habe hier schon einen Titel gewonnen, du noch nicht! Mit dieser Einstellung kann er auch in das Duell gegen seinen Kumpel Thiem gehen.

Zverev braucht erste Aufschläge

Es wird - aus Zverev-Sicht - vor allem auf den Aufschlag ankommen. Gegen Nadal und Medvedev ließ er keinen einzigen Breakball zu, um den Auftritt gegen Tsitsipas hüllen die schwarz-rot-goldenen Tennis-Fans hingegen den Mantel des Schweigens. Und Thiem? Dass er sein letztes Gruppenspiel gegen Matteo Berrettini gefühlt abschenkte, dürfte kaum einen Einfluss auf das Halbfinale haben. Das weiß auch Zverev: "Er hat hier Novak und Roger geschlagen, das ist auf diesem Belag eine unglaubliche Leistung."

Der Sieger dieses Matches trifft im Finale am Sonntag auf Stefanos Tsitsipas, der sich im ersten Halbfinale souverän gegen Rekordchampion Federer durchgesetztsouverän gegen Rekordchampion Federer durchgesetzt hat.

(Bild (c) imago images / Action Plus / Insidefoto / Twitter / Montage)

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Dennis Ebbecke
am 16.11.2019 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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